Ist "bedingungslose Aufnahme (bzw. Liebe)" (in einem HdG) sinnvoll?

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Ist "bedingungslose Aufnahme (bzw. Liebe)" (in einem HdG) sinnvoll?

Beitrag#1von oeff oeff » 14. Mär 2019 23:20

Ich kopiere dazu mal eine Passage aus dem Schenker-Chat hierher:


14.03.19, 07:32 - Öff Öff Jürgen Wagner: Das Bemühen um möglichst bedingungslose Aufnahme ergibt sich ziemlich zwingend, wenn man sich mit der Welt wie mit einer lebendigen Einheit identifiziert (alle Lebewesen als Zellen oder Organe im selben Organismus sich vorstellt, im Bild gesprochen also einen um Aufnahme bittenden Menschen wie eine benachbarte Gehirn-Zelle sich vorstellt --- aber es würde auch schon reichen, als Teil des kleinen Fingers ..., oder wenn man sich die Situation WIRKLICH vorstellt wie unter Geschwistern in Lebens-/Lebewesen- oder Menschheits-Familie, im Bild gesprochen in einem anklopfenden Menschen den 'verlorenen Sohn' sieht, der sich wieder um Hilfe an seine liebende Mutter wendet (in ähnlicher Logik wie in Jesu "Gleichnis vom verlorenen Sohn")... - und FALLS man religiös ist ((- was man fürs bisher Gesagte nicht sein muss, sondern es auch als Atheist schlüssig ableiten kann, z.B. aus der wissenschaftlichen Gaia-Theorie oder - noch elementarer - aus 'psychologischer Sinn-Motivations-Erforderlichkeit' bzw. '(globalem) Verantwortungs-Pragmatismus', von mir gern auch 'spiritueller (globaler) Verantwortungs-Pragmatismus' genannt, d.h. aus der Frage heraus, was psychologisch sinnvoll ist zur Befähigung für "Global denken, lokal handeln!"-Einstellung... -)), also FALLS man religiös ist, kann noch hinzukommen: die anderen Menschen (bzw. die anderen Wesen) als Verkörperungen Gottes bzw. 'Glieder an der Welt als dem Leib Gottes bzw. Leib Christi' zu sehen, wie Trauben am einer Wein-Rebe...
14.03.19, 07:47 - Öff Öff Jürgen Wagner: Radikale Formulierung von Anke für dieses Ideal (auch vom Hintergrund der Licht-Liebes-Arbeit her): "Wahre Nächstenliebe bedeutet, jeden Menschen zu lieben wie das eigene Kind."
Und ich kann gar nicht oft genug betonen, da bin ich mir sicher: Die Dimension der MENSCHHEITS-familiären Verbundenheit ist tatsächlich, im Vergleich zu bluts-verwandtschaftlicher Tellerrand-Familie, wo man 'eigen Fleisch und Blut' in Widerspruch zur 'Nächsten-Liebe' ("Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst bzw. wie Gott oder Christus in ihm!") privilegiert ---- EINE ANDERE, HÖHERE DIMENSION!
Wenn man das wirklich begreift, ist es eine sehr massive Begründung, in ein MENSCHHEITS-familiäres Kommune-Projekt wie das Dargelütz-Projekt zu gehen, ja, zu rennen, und dafür alles andere stehen und liegen zu lassen!!!
14.03.19, 07:51 - Öff Öff Jürgen Wagner: Und man kann sich dann ja mal vorstellen, ganz real, wie weit man mit dem Bemühen um Bedingungslosigkeit der Aufnahme gehen will, wenn ein Teil des eigenen Körpers oder der zu seinen liebenden Eltern zurück wollende 'verlorene Sohn' an die Tür klopft...
Ich bin daher sehr stolz darauf, dass ich kein anderes, vergleichbar ernsthaft und konsequent mit diesem Ideal arbeitendes Projekt kenne wie unsere diesbezüglichen Projekte, insbesondere das Dargelütz-Projekt...
Bei welchen anderen idealistischen oder religiösen Gruppen kann man denn allein solche Aussagen dazu, wie ich sie hier eben wieder vorgetragen habe, in solcher Klarheit und Deutlichkeit hören? Geschweige denn, verknüpft mit einer praktischen Einladung: "Komm, hier ist ein Projekt-Ort, und da können wir es direkt anpacken, sowas zu verwirklichen..."
14.03.19, 08:01 - Anke: Lieber Öffi-Schatz, erstmal ein Kuss aus der Ferne 😘. Liebe alle, erstmal eine herzliche Umarmung an Euch 🥰. Ich danke Dir, lieber Öffi, für Deine geduldigen erneuten Ausführungen und auch nochmaligen Erklärungen zum HDG, denen ich zu 100% zustimme. Wie schon bei der TelKo am Dienstag gesagt, sehe ich seit Jahren bei den meisten Leuten, die nach Dargelütz gehen, ein sich wiederholendes Muster: Sie werden - DURCH DAS MENSCHEITSFAMILIÄRE KOMMUNE-KONZEPT - in Dargelütz aufgenommen und wollen dann nach und nach ihren privaten Küngelkram durchsetzen... Diese Muster von Neuankömmlingen sollten wir unbedingt auf der Meta-Ebene kommunizieren und in der Projektbeschreibung öffentlich machen. Das Konzept [darf] nämlich nicht in private Willkür-Küngelei geändert [werden]... Vielleicht sehen dann ernsthaft Interessierte, dass die Ethik von Liebe und Vernunft tiefe und starke Wurzeln hat und es werden dementsprechend Leute das Projekt bereichern...
14.03.19, 08:29 - Öff Öff Jürgen Wagner: Und ich glaube auch nicht, dass uns so etwas wie diese idealistische Klarheit Erschwernis und Hindernis sein muss, z.B. für die Entwicklung von Dargelütz...
Ich glaube umgekehrt, dass diese Klarheit eine entscheidende Strahl-Kraft und Kraft-Quelle für uns, unser Tun und unsere Projekte, sein kann!!!
Hinderlich ist vor allem, wenn man in Form eines unreifen, unausgegorenen 'Ver-Rührens' von verschieden weit gehenden Konsequenz-Schritten falsches 'In-einen-Topf-Werfen' praktiziert!
Die Schenker-Verbündeten (siehe Definition) praktizieren halt noch eine andere, eigene '(Konsequenz-)Logik-Stufe' -- wozu u.a. noch ein stärkeres Anwenden der gesellschafts-systemischen Ordnungs-Methoden gehört... Sich sowas richtig klar machen, und geordnet und wohldosiert, als ergänzende statt verschwimmende Elemente, einander zuzuordnen -- darauf kommt es an...
Dann kann sich ein 'Schauen in gemeinsame Richtung' gut verbinden mit unterschiedlich dafür beigesteuerten 'Etappen-Teilen'...
Wenn nicht, ergibt sich 'Kauderwelsch', wie z.B.: "Ach Du psychopathischer Krimineller, komm uneingeschränkt auch rüber zu uns ins SV-Projekt, und wir nehmen Dich auch hier locker in den Arm, wie Jesus die gefährlichsten Besessenen an sich ran ließ...", und im nächsten Moment, weil es halt nicht die stimmige Einheitlichkeit hat: "Oooh, ich halt's doch nicht aus... Weg, weg!!!"
14.03.19, 08:30 - Öff Öff Jürgen Wagner: Wobei das "Weg, weg!" wohlgemerkt dann zwei Gestalten annehmen kann:
14.03.19, 08:41 - Öff Öff Jürgen Wagner: Entweder den anderen dann auf unverhältnismäßige (und unterm Strich schädliche!) Weise 'wieder zurück zu stoßen'... ---- oder dass man selbst alles Gute, was man mit angepackt hat ((oder mit anpacken WOLLTE - weil solche unausgegorenen 'Hin-und-Her-Eskapaden' bei Vielen nicht erst auftreten, wenn sie Mitmachen wie in Dargelütz schon praktisch angepackt haben, sondern schon im Nachdenken, OB sie es mit anpacken... -)) flucht-artig fallen lässt und sich davon macht...
Auch das alles sind, streng betrachtet, Formen von unreifem 'Kinder-Garten-Verhalten', ohne ausreichende Fähigkeit zu gesunder Differenzierung und Konzept-Bildung mit 'klaren Bildern und geraden Linien' --- was wir dringendst brauchen!!!
14.03.19, 08:50 - Öff Öff Jürgen Wagner: Deshalb: Mögen die Leute, die es nun ausreichend begreifen können ("Wer Ohren hat zu hören, der höre..." -- es ist alles nicht zu schwierig, als dass es uns überfordern müsste...) ---- in Gottes Namen nun endlich ins Dargelützer Projekt mit dazu gehen, und mit klaren Konzept-Ausarbeitungen (einschließlich: "Was ist genau meine Kraft und Konsequenz? Was ist stabil genug, um als guter Baustein gesetzt werden zu können? Wie sieht es wirklich, handhabbar, mit Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit von Bausteinen um mich herum aus, so dass das Bauen endlich mal gelingen kann?" usw...)) gucken, dass was Stimmiges, Stabiles zustande kommen kann...
14.03.19, 08:57 - Öff Öff Jürgen Wagner: Das kann durchaus, mit sinnvollem, nüchternem Realismus, Schritte bedeuten wie, dass für ein SV-Projekt in Nachbarschaft zu einem "Haus der Gastfreundschaft" z.T. ordentliche Zäune und Schlösser sinnvoller sein können als der Verzicht darauf, weil dadurch (durch derart gesicherte Unterstützungs-Fähigkeit) dann im HdG besser auch schwierige Leute aufgenommen werden können, die sonst im gesamten Projekt keine Aufnahme finden könnten und abgewiesen werden müssten usw...
14.03.19, 09:08 - Öff Öff Jürgen Wagner: Ach ja, und nochmal eine meiner häufigsten Wiederholungen:
Lasst uns für all sowas nun endlich in eine möglichst klare, geordnete und dauerhaft greifbare Reflektions- und Kommunikations-Stufe gehen!!!
So werde ich z.B. die letzten Chat-Beiträge hier gleich in mehrere Forums-Themen auch übertragen...
Verweigerung solcher Ebenen ist eigentlich, tief im eigenen Kopf und Herzen, 'Fäden-Verweigerung' bzw. Verweigerung eines wirklich möglichst gut beginnenden gemeinsamen '(menschheits-)familiären Planens', einer 'gemeinsamen Werkstatt Organischen Denkens' bzw. einfach 'Verweigerung zusammenhängenden Denkens'...
14.03.19, 09:27 - Anke: Weiterhin DANKE 🍀, lieber Öffi. Allgemein dazu nochmal: Es ist eine super Möglichkeit, aber auch ein wichtiger Aspekt, der voller Hingabe GELEBT werden will, nicht mehr von den äußeren Abhängigkeits-Strukturen (z.B. Vergeltungsprinzipien in Staat und Wirtschaft, als Erziehern den Kindern im Kindergarten ungesunde Lebensmittel auftischen zu müssen usw.) bestimmt/begrenzt/gegängelt zu werden, sondern von innen heraus NEUE, sinnvolle, LICHT-LIEBEvolle Strukturen zu bilden. Das geschieht aber nicht durch Abwesenheit oder "Verrühren" von Altem mit Neuem....Das geschieht durch Hingabe, durch Innenarbeit und Miteinanderarbeit....
SB: "Als globale Konsens-Geschwister das Nötige gemeinsam planen - in freier Argumente-Kultur." http://www.global-love.eu
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