Öffentlichkeitsarbeit mit Unterstützung des VFS

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Öffentlichkeitsarbeit mit Unterstützung des VFS

Beitrag von Uwe Wilhelm Haspel » 3. Jun 2017 12:39

Prozeßtagebuch Uwe vom VFS e.V. und Friedensgarten Pommritz, 3.6.2017
Anmerkung: Ein Hauptarbeitsgebiet im Raum Bautzen ist unsere Unterstützung der Verbreitung der Erdcharta sowie damit zusammenhängende Vernetzung und inhaltliche Arbeit!

Vor Ort sind wir am Aufräumen, Säubern, das Haus gastlich machen.

Mehrere Veranstaltungen laufen mit der Erdchartagruppe Bautzen http://www.erdcharta.de :
Beim jährlichen Bautzner Frühlingsfest, das seit einigen Jahren unter dem Motto „für ein buntes Bautzen“ läuft und ein Zeichen für das Willkommensein von Menschen aus anderen Völkern und Kulturen setzt, hatte die Erdchartagruppe Bautzen am 27.5. an einem wunderbaren Sonnentag gemeinsam mit dem Regionalen Sozialforum, der Attac-Gruppe Bautzen sowie dem VFS Verein zur Förderung des Schenkens und dem „Bautzner Frieden“ einen ganztägigen Informationsstand.
Wir ergänzten uns gut mit unseren Aktivitäten. Mit mehreren Tafeln informierten wir über die Arbeit mit der Erdcharta an Schulen, auch bezüglich interreligösem Dialog, Arbeit mit Flüchtlingen und Immigranten sowie gemeinsamem Bodenbesitz (Allmende).
Besonderer Bezug zu Bautzen brachte eine ersponnene Geschichte, wie sich Bautzen als „Erdcharta-Stadt“ bis 2026 entwickeln könnte (siehe pdf zum Herunterladen).
Das Sozialforum bot ein Planspiel, bei dem der Steuererlös von Vermögen über 1.000.000 Euro (5% Besteuerung) wahlweise in verschiedene öffentliche Finanztöpfe gegeben werden durfte. Bei weitem vorne lag in der Wahl die gewollte Förderung von Bildung und Schulsystem.
Auflockernd und gut passend zum heißen Wetter waren als Einlagen Trommel- und Percussion-Rhythmen mit internationaler Besetzung sowie Lieder mit Botschaft und Herzenswärme des „Bunte-Welt-Chores Bautzen“. Gut ließ sich dabei praktisch nachvollziehen, mit wie einfachen Mitteln und wie geschwind durch die Kraft der Musik wildfremde Menschen im Nu Verbundenheit erleben können.
Dann am Kindertag 1.6. auf dem „Friedens-Kinderfest“ - organisiert vom Verein „Bautzner Frieden“ auf dem Hauptmarkt waren wir präsent Info-Tafel über „Die Erdcharta – gemeinsame Ethik und Werte für eine lebenswerte Erde für unsere Nachkommen“. Es gab ein buntes Programm mit Bemalen von Friedenstauben, Friedensquiz für Kinder (Wie kommt es zu Streit, wie kann er beigelegt werden etc.?) und anderen ausgelassenen, geschmackvollen, unterhaltsamen und wohltuenden Einlagen (*siehe Artikel für die Erdcharta-Zeitung und Webseite).
Von 22.-25.6. ist dann Auswärts-Einsatz von uns angesagt in Jüterbog/Brandenburg zusammen mit der Erdcharta-Gruppe Berlin beim Friedens-Musik-Festival „Pax Terra Musica“ mit Stand und Workshops zur Erdcharta und speziell über „Klimagerechtigkeit“ http://www.pax-terra-musica.de .

Die spirituelle Arbeit von mir mit Stimme, Klang, Musik und Meditationen läuft gut weiter.

Mit herzlichen Frühlings- und Friedensgrüßen, Uwe

*1.6. Erdchartastand auf dem Kinder-Friedens-Fest auf dem Bautzener Hauptmarkt am 1.6.:
„Mit viel oder wenig Eis?“ - „Kinder lutschen doch alle gerne an Eiswürfeln!“ - Das klingt realistisch. Bei strahlender Sonne, gut warmen Temperaturen und erfreulicher Besucherzahl war die Kinder-Frucht- und die wild-grüne Kräuter-Holunderblüten-Bowle konstant sehr umlagert.
Organisiert wurde das Fest vom ortsansässigen Verein „Bautzener Frieden“ mit dem Ansinnen, den Kindern und Familien Freude zu bereiten – mit Puppenspiel, selbstgemachten Liedern voller Sinn und Lebenslust des Duos „Liederliesel und Leichtfuß“, sehr begehrtem Schminken und etlichen gesunden Köstlichkeiten wie „Apfelspaghetti“ (siehe Bild) u.v.m..
Als ihren Beitrag teilte die Erdchartagruppe Bautzen „Schmuse-Wollflusen“ und die dazu gehörende Geschichte der „kleinen Leute von Wippidu“ aus. Diese sollen eine Kultur des stetigen sich einander Wohltuns gelebt haben, bis ein listiger Kobold sie wohl vom Bau von Safes und der Gründung von Banken überzeugt hat. Am Stand hatten die Besucher auch Gelegenheit, sich näher über Ziele und Inhalte der Erdcharta zu informieren. Wir unterstrichen auch das Motto der Veranstaltung: „Frieden für die Zukunft unserer Kinder, sie sind das Wertvollste, was wir haben.“

Und hier die "Geschichte von den kleinen Leuten von Wippidu"

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten wohnten im kleinen Dorf Wippidu und nannten sich Wippiduler. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.
Was die Wippiduler am meisten liebten, war, einander warme weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder trug über seiner Schulter einen Beutel, und der Beutel war gefüllt mit weichen Pelzchen. Nun ist es besonders schön, jemandem ein warmes weiches Pelzchen zu geben; es sagt dem anderen, er sei etwas Besonderes; es ist eine Art zu sagen: „Ich mag Dich!“ Und selbstverständlich ist es sehr erfreulich, ein solches Pelzchen zu bekommen. Wenn man Dir ein Pelzchen anbietet, wenn du es nimmst und fühlst, wie warm und flaumig es an Deiner Wange ist, und Du es sanft und leicht in Deinen Pelzbeutel zu den anderen legst, dann ist es wundervoll. Du fühlst dich anerkannt und geschätzt, wenn jemand Dir ein weiches Pelzchen gibt, und Du möchtest ihm ebenfalls etwas Schönes tun. Die kleinen Leute von Wippidu gaben gerne weiche Pelzchen und bekamen gerne weiche Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ohne Zweifel sehr glücklich und froh.
Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer grüner Kobold. Er wollte eigentlich nicht alleine wohnen, und manchmal war er einsam. Aber er schien mit niemanden auszukommen, und irgendwie mochte er nicht, warme weiche Pelzchen auszutauschen. Er hielt es für einen großen Unsinn.
Eines Abends ging der Kobold in das Dorf und traf einen kleinen freundlichen Wippiduler:
„War heute nicht ein schöner Wippiduler-Tag?“ sagte die kleine Person lächelnd. „Hier, nimm ein warmes Pelzchen; dieses ist ein besonderes, ich habe es eigens für Dich aufbewahrt, weil ich Dich so selten sehe.
Der Kobold schaute um sich, ob niemand anderer ihnen zuhörte. Dann legte er seinen Arm um den kleinen Wippiduler und flüsterte ihm ins Ohr. „Hör mal, weißt Du denn nicht, dass, wenn Du alle Deine Pelzchen weggibst, sie Dir dann an einem Deiner schönen Wippiduler-Tage ausgehen!“
Er bemerkte plötzlich einen erstaunten Blick und Furcht im Gesicht des kleinen Mannes, und während der Kobold in den Pelzchenbeutel hineinschaute, fügte er hinzu: „Jetzt, würde ich sagen, hast Du kaum mehr als 217 weiche Pelzchen übrig. Sei lieber vorsichtig mit dem Verschenken.“ Damit tappte der Kobold auf seinen großen grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Wippiduler zurück. Der Kobold wusste, dass ein jeder der kleinen Wippiduler einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen besaß. Gibt man nämlich jemandem ein Pelzchen, so wird es sofort durch ein anderes ersetzt, so dass einem sein ganzes Leben lang niemals die Pelzchen ausgehen können. Doch der Kobold verließ sich auf die gutgläubige Natur der kleinen Leute und noch auf etwas anderes, das er bei sich selbst entdeckt hatte. Er wollte herausfinden, ob es auch in den kleinen Wippidulern steckt.
Auf diese Weise belog der Kobold also den kleinen Mann, kehrte zurück in seine Höhle und wartete. Es dauerte nicht lange. Der erste, der vorbeikam und den kleinen Wippiduler grüßte, war ein guter Freund von ihm, mit dem er schon viele weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. Dieser stellte mit Überraschung fest, daß er nun einen befremdeten Blick erhielt, als er seinem Freund ein Pelzchen gab. Dann wurde ihm empfohlen, auf seinen abnehmenden Pelzchenvorrat achtzugeben, und sein Freund verschwand ganz schnell. Und jener Wippiduler bemerkte drei anderen gegenüber am selben Abend noch: „Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes weiches Pelzchen für Dich. Ich muss aufpassen, dass sie mir nicht ausgehen.“
Am nächsten Tag hatte sich die Neuigkeit im ganzen Dorf verbreitet. Jedermann hatte plötzlich begonnen, seine Pelzchen aufzuheben. Man verschenkte zwar immer noch welche, aber sehr, sehr vorsichtig. „Unterscheide!“, sagten sie. Die kleinen Wippiduler begannen, einander mißtrauisch zu beobachten, und verbargen ihre Beutel mit den Pelzchen während der Nacht vorsichtigerweise unter ihrem Bett. Streitigkeiten brachen darüber aus, wer die meisten Pelzchen hat, und schon bald begannen die Leute, weiche Pelzchen für Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Wippidu stellte fest, daß die Zahl der Pelzchen begrenzt sei, rief die Pelzchen als Tauschmittel aus, und schon bald zankten sich die Leute darüber, wieviel Mehl oder eine Übernachtung im Hause eines jeden kosten soll. Es gab sogar einige Fälle von Raub wegen Pelzchen. An manchen dämmrigen Abenden war man draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen die Wippiduler früher gern in den Park und auf den Straßen spazierengingen und einander grüßten, um sich weiche warme Pelzchen zu schenken.
Das Schlimmste von allen – an der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu ändern, viele klagten über Schmerzen in Schulter und Rücken, und mit der Zeit befiel mehr und mehr Wippiduler eine Krankheit, bekannt als Rückgraterweichung. Sie liefen gebückt umher und (in den schlimmsten Fällen) bis zum Boden gebeugt. Ihre Pelzchenbeutel schleiften sie auf dem Boden. Viele Leute im Dorf fingen an zu glauben, daß das Gewicht des Beutels die Ursache der Krankheit sei, und daß es besser wäre, sie zuhause einzuschließen. Binnen kurzem konnte man kaum noch einen Wippiduler mit einem Pelzchenbeutel antreffen.
Zuerst war der Kobold mit dem Ergebnis seiner List zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so fühlen und handeln würden wie er, wenn er selbstsüchtige Gedanken pflegte. Und er fühlte sich erfolgreich, so wie die Dinge liefen. Wenn er nun in das Dorf kam, grüßte man ihn nicht länger mit einem Lächeln und bot ihm keine weichen Pelzchen an. Stattdessen starrten ihn die kleinen Leute mißtrauisch an, so wie sie auch einander anstarrten. Und ihm war es auch lieber so. Für ihn bedeutete dies, der Wirklichkeit ins Auge zu schauen: „So ist die Welt“, pflegte er zu sagen.
Mit der Zeit ereigneten sich aber schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichungen, vielleicht auch deshalb, weil ihnen niemals jemand ein weiches Pelzchen gab, starben einige der kleinen Leute. Nun war alles Glück aus dem Dorf Wippidu verschwunden – und es betrauerte das Dahinscheiden seiner kleinen Bewohner. Als der Kobold davon hörte, sagte er zu sich selbst: „Mein Gott, ich wollte ihnen nur zeigen, wie die Welt wirklich ist; ich habe ihnen nicht den Tod gewünscht.“
Er überlegte, was man jetzt machen könnte, und er erdachte einen Plan. Tief in der Höhle hatte der Kobold eine geheime Mine von kaltem stacheligem Gestein entdeckt. Er hatte viele Jahre damals verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben, denn er liebte deren kaltes und prickeliges Gefühl – und er blickte gern auf den wachsenden Haufen kalter stacheliger Steine im Bewußtsein, daß sie alle ihm gehörten. Er entschloß sich, sie mit den Wippidulern zu teilen. So füllte er hunderte von Säcken mit den kalten stacheligen Steinen und nahm sie mit ins Dorf.
Als die Leute die Säcke mit den Steinen sahen, waren sie froh und nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Das einzig Unangenehme war, daß es nicht so viel Spaß machte, kalte stachelige Steine zu verschenken wie weiche warme Pelzchen. Einen stacheligen Stein zu geben, war gleichsam eine Art, dem anderen die Hand zu reichen – aber nicht so sehr in Freundschaft und Liebe. Auch einen stacheligen Stein zu bekommen, war mit einem eigenartigen Gefühl verbunden. Man war nicht ganz sicher, was der Geber meinte, denn schließlich waren die Steine kalt und stachelig. Es war nett, etwas von einem anderen zu erhalten, aber man blieb verwirrt und oft mit zerstochenen Fingern zurück. Wenn ein Wippiduler ein weiches, warmes Pelzchen bekam, sagte er gewöhnlich „Wow“, wenn ihm jemand aber einen kalten stacheligen Stein reichte, gab es gewöhnlich nichts anderes als ein „Uh“.
Einige der kleinen Leute begannen wieder, warme weiche Pelzchen zu geben, und jedesmal, wenn ein Pelzchen geschenkt wurde, machte es den Schenkenden und den Beschenkten wieder glücklich. Vielleicht war es deshalb besonders schön, weil ansonsten nur so viele kalte stachelige Steine ausgetauscht wurden. Das Schenken von Pelzchen wurde aber trotzdem nie mehr Mode in Wippidu. Nur wenige der kleinen Leute entdeckten, daß sie fortfahren könnten, einander weiche warme Pelzchen zu schenken, ohne daß ihre Vorräte ausgingen. Die Kunst, Pelzchen zu schenken, wurde nicht von vielen gepflegt. Das Mißtrauen steckte tief in den Leuten von Wippidu. Man konnte es aus ihren Bemerkungen hören:
• Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter?
Ich weiß niemals, ob meine weichen warmen Pelzchen auch geschätzt werden.
Ich habe ein weiches Pelzchen gegeben und bekam dafür nen stacheligen Stein. So dumm bin ich nie mehr.
Man weiß nie, wie man dran ist: Jetzt ein weiches Pelzchen, im nächsten Augenblick nen stacheligen Stein.
Gibst Du mir keinen stacheligen Stein, geb ich Dir auch keinen.
Ich möchte meinem Jungen ein warmes weiches Pelzchen geben, aber er verdient es nicht.
Manchmal frage ich mich, ob Großvater noch Pelzchen auf der Bank hat.
Wahrscheinlich wäre jeder Bürger von Wippidu gern zurückgekehrt zu jenen früheren Tagen, als das Schenken und Geschenkt-Bekommen von weichen warmen Pelzchen noch üblich war. Manchmal dachte solch ein kleiner Mann bei sich, wie schön es doch wäre, von jemandem ein weiches warmes Pelzchen zu bekommen, und in Gedanken ging er hinaus und begann jedem ein Pelzchen zu schenken wie in alten Tagen.
Aber etwas hielt ihn stets davon zurück. Gewöhnlich war es einfach dies, daß er hinausging und sah, wie die Welt wirklich war. (Fundort unbekannt)
Dieses Märchen kann kopiert und/oder weiterverschenkt werden. Wenn Ihr immer ein kleines Pelzchen oder ähnliches dazulegt, freut sich der Beschenkte noch mehr.

Kontakt: Uwe Wilhelm H a s p e l, Telefon 035939-80602 oder 0174-6516616 EPost uwewhaspel@yahoo.de,
Youtube-Kanal „Uwe Wilhelm Haspel“ (2x!!!), http://www.uwewilhelmhaspel.npage.de, http://www.global-love.de + Forum!

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