Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

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Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#1von oeff oeff » 23. Sep 2017 09:34

Immer wieder spreche ich davon, dass IMHO während der ganzen Menschheits-Geschichte das Kern-Problem nicht darin besteht, dass zu wenig korrekte Argumente gegeben wären, sondern zu sehr "offene Bühnen für argumentativen Standpunkt-Vergleich" fehlen, ohne zu starke Behinderung durch nicht-argumentative Motive und Durchsetzungs-Formen... (Siehe heutzutage zunehmende Zensur, z.B. 'Netzwerkdurchsetzungsgesetz' etc...; und der ganze Intrigen- und Mobbing-Klüngel überall...)
Eigentlich müsste nach der 'Rechtsstaat-Logik', dass die Staats-Gewalt (das Gewalt-Monopol) dazu dienen soll, dass ansonsten in der Gesellschaft die Gewalt raus ist und es nach Argumenten gehen kann, auch 'die (Staats-)Gewalt' diesem Ziel der Schaffung von "offenen Bühnen (bzw. 'Alternativen-Übersichten') für Argumente-Abwägung" dienen...

Offene Bühnen, wo es nach Argumente-Qualität geht, sind also mit logischer Notwendigkeit von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Menschheit...
Solche 'logische Notwendigkeit' zählt für mich immer entscheidend, nicht, wieviele Menschen da auch schon für sind, wie leicht oder schwer es ist usw...

Wenn es sowas noch nicht gibt, muss man es erfinden... Leichter ist natürlich normalerweise, wenn es schon was gibt, was man erhalten oder weiterentwickeln kann... (Nicht immer 'Räder neu erfinden'...)

Eine Internet-Plattform (ein 'erstes echtes soziales Netzwerk', 'saubere Alternative zu Facebook etc.'), die sich diesen Anspruch freien Austausches stellte, ist die "Informisten-Plattform"... Eine Enthüllungs-Plattform auf basis-demokratischer Grundlage sozusagen, 'self-made Wikileaks' für die Basis, mit Einstellungen wie: "Was Fake-News ist oder nicht, darf jeder selbst entscheiden..." usw...
(Zu Fragen der vielleicht sinnvollen inhaltlich-technischen Ausgestaltung, Verstärkung der argumentativen Begründung und Rechtfertigung etc. für so eine Plattform kann man sicher Einiges an Kreativität noch aufbringen, siehe als Anregungen von mir https://web.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10155349458051355&id=43810541354 )...



Auf der Informisten-Plattform selbst hat ein Mitglied "Luke" wohl versucht, ein Forums-Thema einzurichten "Rettet die Informisten", aber irgendwie klappt es zumindest für mich technisch nicht, da rein zu klicken...
Deshalb habe ich dort eingeladen, als Provisorium nach hier ins AG-Forum von Schenker-Bewegung zu kommen, um sich über die Angelegenheit weiter auszutauschen...

Ich bin bisher vor allem beschäftigt, auf anderen Ebenen als unter den Mitgliedern der Informisten-Plattform nach Rettungs-Perspektiven zu schauen... In Schenker-Bewegungs-Kreisen, in Erd-Charta-Kreisen... -- Aber natürlich kann aus allen Ecken Hilfe gezogen werden, wo es möglich ist...

Konkret braucht die Informisten-Plattform wohl 300-500 Euro im Monat, um weiter betrieben werden zu können...
Und natürlich schwebt da heute auch die Drohung im Raum, dass durch staatliche Zensur Druck gemacht wird ("Netzwerkdurchsetzungsgesetz" mit astronomischen Straf-Summen, wenn man nicht so löscht, wie sie es fordern... usw...)... Bzgl. des staatlichen Drucks habe ich schon angeboten, dass - soweit möglich - ich das gern zu übernehmen bereit bin: Ich bin zwar - auf vernünftig-moralische Abmeldungsweise; der Staat sieht keinen solchen Austritt vor, verbietet es sogar... - aus dem Staat ausgetreten, aber aus Sicht des Staates bin ich weiter Staats-Bürger, der sich z.T. illegal verhält... D.h. aus meiner Sicht, dass der Staat mich als haftungs-fähig nach Bürgerart einstufen wird... Man könnte mich also als verantwortlich eintragen dafür, staatlichen Löschungs-Forderungen NICHT nachzukommen, sondern eine zensurfrei-meinungsfreie Plattform weiter hochhalten zu wollen... Geld und Privat-Eigentum habe ich nicht, und wenn ich vor Gericht gestellt würde wegen solcher ehrenhafter, heldenhafter Verhaltensweisen, dann werde ich stolz drauf sein... Und sollte man mich dafür in den Knast stecken wollen, dann nehme ich das auch gern auf mich...
Zuletzt geändert von oeff oeff am 23. Sep 2017 15:46, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#2von oeff oeff » 23. Sep 2017 10:11

Interessant finde ich u.a. auch, was eine Informisten-Nutzerin namens "Stechmücke" bzgl. Schließung der Informisten-Plattform zusammenfasste:



Post view
Zum Abschied

Ich kenne die Zahlen nicht - aber wenn ihr etwas nachforscht stellt ihr fest: informisten wird bei Hetzner gehostet.
Technisch sinnvoll - aber auch ein teurer Spass.
Dagegen die paar Leute die einen "Premium-Account" für 12€ im Jahr gekauft haben - das rechnet sich nicht.
Ein paar Spenden werden vielleicht noch reingekommen sein - aber selbst damit wird es eng.
Irgendwann treffen dann wohl auch die hartgesottensten Idealisten auf das Bollwerk der Kapitalisten...

Mehr (traurige) statistische Infos findet man hier:

http://www.easycounter.com/report/informisten.de

Man beachte den Knick in der Grafik "Traffic Analysis", besonders zwischen Januar und März.
Als würde ein Ertrinkender noch einmal nach Luft schnappen um nach Hilfe zu rufen.

Damit aber nicht genug: Die Informisten-Plattform ist ein gewaltiges Stück Software. Um das zu warten
braucht man nicht nur Leute die sich damit auskennen - sondern auch Leute denen man vertraut.
Da wird der kleine Kreis noch enger.
Und kosten sollen diese Leute natürlich auch nichts. Pardon: Sie DÜRFEN nichts kosten denn die Plattform
wirft nix ab. Der Wille wäre bei manchen wohl da - aber das Brot ist schnell, das Fleisch ist gammelig und die
Hose näht man billig in Bang-cock (ob das jetzt Absicht war überlasse ich den Hass-Sprechfahndern...)

Damit wäre ein Problem klar - aber noch lange nicht gelöst.

Dann braucht man für so ein Projekt Moderatoren mit Fingerspitzengefühl.
Auch diesen Menschen muss man vertrauen können. Vertrauen kann man sich nur durch Kommunikation
erwerben. Wenn bei den Admins die Zeit knapp ist sind entsprechend auch Moderatoren schwer
zu finden. Was das unbezahlte Engagement der Moderatoren betrifft: Siehe oben...

Zu allem Überfluß wird den Menschen jetzt per Gesetz ein Maulkorb verordnet dessen Regeln mehr als schwammig sind. Das hat mit "Benimmregeln" oder "Erziehung" oder "Intuition" nichts mehr zu tun.

Und haftbar für den sogenannten "HassSprech" - also wenn jemandem nachvollziehbar der Kragen platzt - sollen
dann die Admins einer "freien Plattform" sein. Das entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Ich sprüh' an die Wand was mir nicht passt - die Wand wird abgeholt...

In Moderatorenkreisen wurde vor einiger Zeit bekannt dass Ralf und Juergen bereits erhebliche "Mehrarbeit" - um nicht zu sagen "Ärger" - durch "grenzwertige Postings" bekommen haben.

Ihr seht: Nachvollziehbare Gründe für die Schließung gibt es genug.

Die neuerliche Spamflut war sicher auch kein Zufall - denn Geld verdienen kann man damit nicht.
Vielleicht der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte - aber das wüßte ich gerne von Ralf selber.

In den Kommentaren kam die Frage wo man jetzt weiter diskutieren könne. Auf dem Marktplatz!
Die Zeit ist reif!

Ob ihr mit Erdnußbutter oder mit Kernseife Eure Haare wascht, ob "omm" oder "uomm" der richtige Sound ist,
ob Koran oder Bibel oder sonst ein Buch Euren Segen gefunden hat, ob ihr noch glaubt dass es Sinn ergibt anderen "seine Stimme" zu geben - die diese dazu nutzen um mit gespaltener Zunge zu reden - Deine Freiheit so zu sein wie Du bist ist massiv bedroht.

Viele kennen noch nicht mal ihren Nachbarn mit Namen. Ihr braucht nicht weit laufen um jemanden zu finden der
sich auch schon länger die Augen reibt. "Kann doch alles nicht sein" - doch, es IST. Laßt den Niedergang von
Informisten.de zu Eurer eigenen Auferstehung werden. Dann hat Informisten mehr erreicht als man sich wünschen konnte:

Du und Dein Nachbar haben die gleichen Probleme. Steht ihr zusammen werden die Probleme schon kleiner.

In dem Sinne wünsche ich Euch einen fröhlichen - ups "Aufstand" darf man wahrscheinlich nicht mehr schreiben...


Friedliche Grüße

Euer (bald ehemaliger) Ticketmod

Stechmuecke
Stechmuecke 04.07.2017 4 121
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Stechmuecke:


@evolutionpractice:

Dein Kommentar klingt danach als würdest Du alle Informisten als Sadisten einschätzen. Schau bitte etwas genauer hin: Die negativen Schlagzeilen kommen nicht direkt von den Nutzern der Informisten-Plattform.

Diese Schlagzeilen sind "in der Welt" - also allgemein im Umlauf. Wenn auf Informisten solche Meldungen geteilt werden kann man das eher als großes Fragezeichen an die Gemeinschaft verstehen. Wenn ein Kackhaufen auf der Straße ist warne ich auch andere bevor sie reintreten. Natürlich muß ihn jemand wegräumen. Kein Mensch käme auf die Idee mir vorzuwerfen das der Kackhaufen immer noch auf dem Bürgersteig liegt. Jedenfalls verschwindet der Kackhaufen nicht indem man ihn nicht beachtet. Ergo: Absperren und fragen wer eine Schaufel dabei hat.

Das war jetzt sehr bildlich - aber im übertragenen Sinn kommt die Schaufel dann zum Beispiel in meinem Blog "Googel das mal" zum Einsatz.

In der Serie "Haven" wurde der Begriff "Behaftung" geprägt. Das trifft es sehr gut wenn ein Mensch mit negativen Informationen belastet ist.

Diese Art von "Behaftung" aufzulösen war von Anfang an eines der Ziele der Plattform. Dabei ist ein "Like" oder "Dislike" ohne Stellungnahme völlig unwichtig. DEINE Recherche zählt.

Wenn eine Meldung "Bullshit" ist dann belege das. Damit das Thema abgehakt werden kann. "Scheiße!" schreien kann jeder - und auf "Like" oder "Dislike" ist auch geschissen.

Glaubst Du im Ernst auf Informisten legt darauf jemand Wert? Wenn ich die Menschen richtig einschätze suchen sie auf Informisten das was Focus mal versprochen aber nie gehalten hat: "Fakten, Fakten, Fakten!"

Dazu gehört natürlich auch die negativen Dinge zu hinterfragen die im Umlauf sind. Dazu muß das Thema aber erst mal angesprochen werden. Informisten war nie eine Kuschelecke nur mit Katzenbildern. Aus gutem Grund: Sowas gibt es schon...
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05.07.2017Reply
4 points

evolutionpractice:


Hallo ihr Lieben,


den Meisten dürfte es gar nicht aufgefallen, daß sie keine „likes“ bekommen haben … und daß seit einem Jahr dieser Bereich zu ca. 60 % dazu genutzt wurde sein persönliches Übelkeitsaufkommen los zu werden, egal ob die „Geschichten u/o Bilder“ wahr, Sinn machten oder auch nicht. - Unter dem Motto, ist mir doch egal, ob die Anderen mit-leiden, u/o dann bin ich wenigstens nicht alleine, der mir so einen Müll anguckt.


Das man dann so gut wie keine Lust mehr hat, diese Seite aufzusuchen … ist wohl verständlich. ;-)


Ganz liebe Grüße
erika
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04.07.2017Reply
2 points

Ralf:


Danke Stechmücke für deine jahrelange bedingungslose Unterstützung. Vielen Dank!!! Ich werde mich zeitnah, aus meiner persönlichen Sicht, zur Schließung äußern. LG Ralf
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Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#3von Stechmuecke » 23. Sep 2017 19:31

Hallo oeffoeff,

vielen Dank für das Teilen meines Textes. Es ist schön zu sehen dass auch andere den Wert der Informisten-Plattform erkannt haben. Von den Admins kam bisher leider keine neue Info ob und wie es weitergehen kann.

Für Dein Engagement besonders in den Bereichen in denen ich wegen meiner Behinderung nicht tätig sein kann möchte ich Dir an dieser Stelle meinen Dank aussprechen.

Friedliche Grüße

Stechmuecke
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Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#4von karlh-eins » 24. Sep 2017 16:56

grüsse an euch.

ich denke ma das ist alles mehr oder weniger sassek oder irre ich da............. ;)
karlh-eins
 

Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#5von Stechmuecke » 24. Sep 2017 22:44

@karlh-eins:

Mit Ivo Sasek habe ich mich noch nicht beschäftigt. Daher weiß ich nicht in wie weit man Sasek und die Schenkerbewegung vergleichen kann. Mit einer Vermutung liegst Du allerdings richtig: Es gibt auch kritische Stimmen zur Schenkerbewegung:

Googel "Aussteigen aus der Schenkerbewegung" dann findest Du unter "waldesrauschen" eine interessante Diskussion.

Dennoch schätze ich den Versuch Autarkie zu erreichen sehr. Mag sein dass sich die Menschen etwas vormachen - aber ich achte den Versuch. Auch wenn es nicht meiner Lebensweise entspricht und mir auch die Möglichkeiten fehlen. Einfach wird dieses Projekt sicher nicht - und es ist bestimmt nicht für jeden geeignet. Es bedeutet auf jeden Fall eine Menge Verzicht und eine völlige Umstellung. Und eines ist auch richtig: Wer von Müll lebt ist auf die Überflußgesellschaft angewiesen die man doch so gerne abgeschafft wüßte. Von daher lügt man sich in die Tasche. Veränderung in einem so komplexen System ist nie einfach - und ich schätze jeden Menschen der neue Wege sucht. Was dabei heraus kommt wird die Zeit zeigen. Oder wie Roban sagt: "Weiter wie bisher ist keine Option"

Friedliche Grüße

Stechmuecke
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Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#6von oeff oeff » 25. Sep 2017 10:15

Liebe Stechmücke und lieber Karlh-eins!

Alles interessante Fragen, was von Ivo Sassek zu halten sein kann, oder wie gut oder schlecht Schenker-Bewegung ist...

Aber ist es nicht ganz unabhängig von solchen Einzel-Fragen (und auch zu ihrer bestmöglichen Klärung) eine tolle Sache, wenn erstmal eine Plattform erhalten bleiben oder geschaffen werden kann, wo jeder alles sehen kann, ohne dass es andere Leute schon vor- oder ausgefiltert haben danach, was die gut oder richtig oder für den Betreffenden zu sehen geeignet finden?
Wenn wir erstmal ohne solche vormundschaftlichen Filterungen alle Standpunkte und Argumente sehen können ---- dann können wir sie im Schritt danach auch prüfen, am besten nach vernünftiger Argumente-Qualität... Wir von Schenker-Bewegung wollen 'zensurfreie Alternativen-Übersichten' deshalb noch verknüpfen mit der Schaffung möglichst allseits vertrauenswürdiger 'Argumente-Klärungs-Instanzen' ("Welt-Zukunfts-Gerichte", "Friedens-Agenturen" oder wie man es auch nennen mag)...

Ohne guten Sichtbarkeits- und Argumente-Prüfungs-Rahmen rutschen die Einzel-Fragen immer leicht in unfundierte Stammtisch-Streitereien -- so dass es m.E. besser ist, erstmal so einen höher-qualitativen Rahmen zu schaffen, der das verhindern kann und bei dem es wirklich bestmöglich nach Argumenten gehen kann...
Da muss uns doch nichts hindern, dafür nach Kooperations-Möglichkeiten zu suchen, oder?

Namaste.
Öffi

PS: Ach ja, im "Waldesrauschen"-Forum war jahrelang großes Getummel von Schlechtmachern, die z.T. mit allen Mitteln auch arbeiteten... Wenn Ihr mal schauen möchtet, was am Ende aus dem Polemik-Sumpf an Ergebnissen rausgekommen ist für Leute, die auch hinter die Fassaden geschaut und recherchiert haben, schaut mal in den Forums-Bereich dort, den die sogenannte "Elbin" (die im von Stechmücke angegebenen Forums-Thema selbst z.T. noch sehr kritisch gegenüber Schenkerbewegung schreibt, wenn ich mich recht erinnere...) für ruhige Klärung der Dinge eingerichtet hat: http://waldesrauschen.phpbb8.de/intervi ... -offi-f34/

PS2: Ich habe keinen näheren Bezug und nur sehr begrenztes Wissen über Ivo Sassek... Andere Leute aus Schenker-Bewegung haben da mehr Verbindungen; sowas steht bei uns jedem frei...
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Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#7von Stechmuecke » 25. Sep 2017 23:55

@oeffoeff:
Da beisst sich die Katze doch schon wieder in den Schwanz: Entweder Individuell oder "Prüfungsinstanz". Den Fünfer und das Brötchen gibt es nun mal nicht.

Davon abgesehen: Die letzte Prüfungsinstanz ist IMMER der einzelne Mensch. Das ist zwar sehr bedauerlich weil es dazu führt dass man vielen Menschen ihren Irrsinn zugestehen muss - aber man kommt nicht darum herum wenn man die Freiheit des eigenen Irrsinns ebenso leben möchte. ;-)

Friedliche Grüße

Stechmuecke
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Re: Rettung eines sozialen Netzwerkes mit Meinungsfreiheit - unzensiert

Beitrag#8von oeff oeff » 26. Sep 2017 22:20

Liebe Stechmücke!

Ich glaube, dass die Entwicklung von Individualität für einen Menschen, wenn er als 'Vernunft-Wesen' ('animal rationale', 'homo sapiens' etc.) definiert wird
(- ausreichend wäre im Moment für meine Argumentation sogar bereits: wenn er einen Vernunft-Anteil in seinem Wesen hat -), einen Gewinn dadurch haben kann, dass auf Vernunft-Qualität geachtet wird -- was z.T. IMHO durchaus in sehr objektiver Weise prüfbar ist:

Siehe z.B. die Objektivitäts-Maßstäbe der empirischen Wissenschaften: reproduzierbare übereinstimmende Sinnes-Erfahrungen, verbunden mit mathematischer Logik...
Wer da zu sehr 'raus-rutscht' ("Nein, der Stein, den du da fallen lässt, fällt nicht auf den Boden...", "Alle Menschen sind sterblich. Ich bin auch ein Mensch. Also bin ich nicht sterblich..." "Autos können fahren. Das da vorn ist ein Auto. Aber fortbewegen kann sich so ein Auto nur, wenn man es trägt..." usw. als Beispiele...), verliert seine geistige Gesundheit, und läuft Gefahr, durch Orientierungslosigkeit und - bei Fortschreiten - Eigen- und Fremdgefährdung in die Psychiatrie zu kommen...
Weil nämlich, nüchtern und real betrachtet, echter "Irrsinn" keinem Menschen gut tut, weder Einem selbst noch den anderen... Und ich sowas deshalb natürlich auch nicht möchte... (Anderen natürlich trotzdem viel Freiheit lassen muss, sowas zu wollen oder sich in so einer Richtung zu entwickeln --- aber jedenfalls schonmal mit Argumenten dagegen tun kann, was mir möglich ist...)

Es geht aber noch weiter mit Objektivierungs-(Prüfungs-)Möglichkeiten:
Auch im Bereich der geisteswissenschaftlichen Inhalte gibt es bemerkenswerte Objektivierungs-Möglichkeiten. Und ich greife gleich einen besonders 'anspruchsvollen' Punkt als Beispiel heraus: Es gibt einen ziemlich allgemein anerkannten Grund-Maßstab der Entwicklungs-Psychologie für Reife der Persönlichkeits-Entwicklung des Menschen bzw. für echte Verantwortungs-Reife: das "postconventional level" gemäß Lawrence Kohlberg... Das ist nicht nur durch die Wissenschaft Psychologie bestätigt -- sondern es wird auch von so gut wie keinem Menschen bestritten, wenn man ihm das im 'normalen Gespräch' erläutert... ((Mach ich jetzt hier nicht, weil im Moment m.E. zu weit führend; ist ja ergooglebar... oder kann bei Bezweifelung weiter besprochen werden...)) Ist sehr faszinierend, und zeigt die Möglichkeiten des Objektivierens durch Abwägung bzw. Prüfung von Argumente-Qualität!
Ich rede dabei nicht von hundertprozentiger Objektivität -- aber davon, dass das Bemühen um Objektivität von hooooohem Wert und hohem Wirk-Potential ist...

Und ein Beispiel aus dem Bereich Politik bzw. (politische) Ideologie:
Wenn die BRD behauptet, demokratisch zustande gekommen zu sein --- während jedoch nachweisbar ist, durch eine Umfrage 1951, welche auch die BRD-Zuständigen als gültig anerkennen, dass da nur 2 Prozent der Bevölkerung für die BRD-Staatsform waren ---- wie objektiv widerlegbar ist dann dieser Demokratie-Anspruch der BRD?
((Ich könnte viele weitere Beispiele nennen, wo Dinge ähnlich klar sind -- und trotzdem von den Menschen nicht gesehen werden (können) oder vernünftig beurteilt werden (können) -- auch wegen Gegenwirkung des derzeitigen (Polit-)Systems...))

Und - zurückkommend auf unser konkretes Anliegen 'Informisten-Rettung':
Ist es nicht für mündige Bürger in Fällen wie dem vorgenannten Beispiel eine äußerst wertvolle Hilfe, wenn sie richtig freien, unzensierten Überblick über vorhandene Standpunkte und Argumente geboten bekommen, und wenn es eine MÖGLICHST nach Vernunft-Qualität gehende Beurteilungs-Instanz gäbe, die ihnen bei solchem Wahrheits-Streben zur Seite stehen würde? ----- Im Vergleich dazu, dass sie im Moment durch Zensur-Maßnahmen etc. im Durchblick stark behindert werden, und erstmal mit viel Mühe und Glück recherchieren müssten, bis sie z.B. auf diese Umfrage kommen können ((kennst Du sie?)) --- und dann fast nur ideologischen Gegenwind dabei bekommen, wenn sie damit arbeiten wollen (Öffentlichkeits-Arbeit etc.)?


**************************************
Ach ja, liebe Stechmücke, sogar wenn Du den Aspekt "Vernunft-Prüfungs-Instanz" nicht gut findest... -- Wir könnten diesen Aspekt ja auch (erstmal) beiseite lassen, und uns vielleicht trotzdem allein über den anderen Aspekt einig sein, dass freier Standpunkte- und Argumente-Überblick (wie durch Informisten-Plattform) wertvoll ist, und könnten schauen, ob und wie wir dafür die nötige Unterstützungs-Effizienz hinbekommen können...
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