Kriterien für Projekte in SB

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Kriterien für Projekte in SB

Beitrag#1von oeff oeff » 2. Mai 2018 09:29

CHECKLISTE „KRITERIEN FÜR ERNST-GEMEINTE SB-PROJEKTE“
(Vorschläge von Anke Rochelt ; rochelta@yahoo.de )
Checkliste für Menschen, z.B. PartnerInnen von bereits engagierten Mitgliedern der SchenkerInnenbewegung oder Neu-Interessierten, die erwägen, ein eigenes Projekt aufzumachen und zu gestalten (insbesondere, wie es öfters vorkommt, bereits vorhandenes eigenes Tun bzw. eigene Immobilien zu einem SB-Projekt erklären zu wollen):
I.) Fragen an die einzelne Person:
1.) Bin ich bereit, mich als Teil der 'Lebewesen-Familie' zu sehen und einzuordnen mit Blick aufs Wohl des Ganzen (also auch für zeitlich und/oder räumlich entfernt Lebende)?
2.) Bin ich bereit, dabei auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare Antwort zu suchen?
3.) Bin ich bereit, mich durch eine Ethik von Vernunft und Liebe leiten zu lassen?
4.) Bin ich bereit, in angemessenem Maße regelmäßig an gemeinsamer Kommunikation, Entscheidungsfindungen, Erfahrungsaustausch mit anderen SB-Aktiven teilzunehmen? Dies geschieht z.B. in Telefonkonferenzen, Internet-Foren, WhatsApp-Gruppen usw.
5.) Bin ich bereit, die Methoden von SB anzuwenden, insbesondere zur Konfliktklärung? (Hier sind viele Menschen noch auf „Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn“ konditioniert oder zeigen Verleumdung und üble Nachrede, Kontakt-Abbrüche, Meide- bzw. Fluchtverhalten etc. anstatt LIEBEvoll und klar Konflikte zu klären. (Netter Zitat-Hinweis dazu: „Liebe ist, auch im Streit fürsorglich füreinander zu sein...“ )
6.) Bin ich bereit, auch an persönlichen SB-Treffen [bes. im größten SB-Projekt, dem „Dargelütz-Projekt von SB“ (bestehend aus dem „Haus der Gastfreundschaft“ und dem unterstützenden Nachbarprojekt „VFS-Gelände Dargelütz“)] teilzunehmen? (Wenn physisches Dabeisein nicht immer möglich ist, kann man ja auch per Fern-Kommunikation teilnehmen...)"
II.) Für das einzubringende Projekt sollte Folgendes gelten:
1.) Das Projekt sollte an die Ideale der SchenkerInnenbewegung gebunden sein, und sollten bestimmte Schwerpunkte vordergründig dort gelebt werden, sollte dies auch konzeptionell für das Projekt verschriftlicht werden
2.) Idealerweise sollte das Projekt eine eigene Website bekommen mit Bezug zu und Einordnung in die SchenkerInnenbewegung
3.) Auch weitere Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. Bildungsveranstaltungen, sind gewünscht
4.) Bei Wohnprojekten sollten die ProjektgründerInnen, -BetreiberInnen aktiv, auch mit Hilfe von modernen Kommunikationsmitteln, nach MitbewohnerInnen suchen
5.) Eigeninitiative ist sehr wichtig, sonst wartet man ggf. noch „nach der Rente“ auf passende Orten, MitstreiterInnen etc.!
6.) Der/die Projektverantwortliche(n) sollten einen Rat unter SB-Mitgliedern wählen, der den Projekt-Rat für dieses Projekt bildet. In diesem Rat sind sie selbst auch Mitglied(er) und wichtige Entscheidungen sollten im Konsens durch den Projekt-Rat entschieden werden.
7.) Auch hinsichtlich dieser Kriterien sind Menschen oft noch so konditioniert, dass eine „einfache Mehrheitsentscheidung“ einfacher und plausibler erscheint, als Konsens-Entscheidungen. Bitte möge jede/r an sich arbeiten, alte Konditionierungen zu transformieren, um das Zeitalter der LIEBE und des FRIEDENS zu LEBEN.
III.) Erweiterung der Checkliste:
In SchenkerInnenbewegung sind facettenreiche Projekte und Lebensformen möglich, die dem Einigungsnenner „Was ist genug LIEBE und FRIEDEN, um gesamtwohlkonsensfähig zu werden“ entsprechen: ~Z.B. ist einfaches, naturnahes Leben in Gütergemeinschaft schon lange möglich ((wobei bzgl. 'Gütergemeinschaft bzw. Teilen' der Aspekt „KONSENS-Gemeinschaft globalen Teilens' sicher das Allerwichtigste ist, da das Teilen der Mitbestimmungsrechte wichtiger ist, als alles andere Teilen! Es gibt nämlich auch Gütergemeinschaften in anderen – auch naturnahen – Bereichen, in denen das Mitbestimmungsrecht NICHT geteilt wird, was so nicht anstrebenswert ist, da eine solche Gemeinschaft oft 'Abkapselungs-Probleme' hat und ein oder wenige „Bestimmer“ nicht unbedingt zum Wohl des Ganzen bestimmen und weitere, wichtige Meinungen nicht gehört werden oder nicht einfließen dürfen...)); ~ebenso gibt es in SB Projekte mit Gemeinschaftsleben in beheizten Räumen; ~ und es gibt Gelegenheit für Bildungsarbeit mit kostenfreier Nutzung bzw. Zur-Verfügung-Stellung von Seminarräumen und Außengeländen; ~ und es gibt Gelegenheit für ein Leben mit Tieren (z.B. Pferden), auf einer Wiese mit einem alten Wohnwagen, usw. usf... Wer bei so mannigfaltigen Möglichkeiten noch nichts „Passendes“ findet, sollte Eigeninitiative zeigen, so wie es schon viele Menschen in SchenkerInnenbewegung getan haben, die zahlreiche Projekte aufgebaut haben, und das „Projekt der eigenen Wahl“ gründen. Der Erfahrung nach gibt es Menschen, denen wenig recht ist, und die das Projekt ihrer Wahl „auf dem Goldenen Tablett“ geliefert haben möchten -- und wenn man es ihnen so liefert, es trotzdem nicht recht ist! Stattdessen lästern sie in Verbitterung und/oder Depression darüber, dass kein Projekt für sie das Richtige sei. Jede/r von uns hat mal klein angefangen, und ich bin besonders all den Menschen dankbar, die tatkräftig Projekte erschaffen/gründen oder auch bestehende Projekte auf facettenreiche Weise unterstützen, z.B. durch Mit-Leben, Mit-Arbeiten, Bildungsarbeit in den Projekten, Vernetzungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, usw. usf.
Diese Kriterien dienen der Selbsteinschätzung und auch als Leitfaden für die Einbringung eines eigenen Projektes in SB. Anke Rochelt, März 2018
[[Ergänzungs-Kommentar von Öff Öff: Als kleinst-möglicher Anfangs-Einstieg, um als „Schenker-Verbündeter“ zu SB zu gehören, wird ja angeboten, erstmal nur die wesentlichen SB-Ideale (die 'Theorie') mit zu vertreten, bei freier Eigen-Dosierung von Praxis-Schritten (egal wie klein!)... Für „Mit-Vertreten der Theorie“ wiederum wird als Minimum angesehen, zumindest einen der „SB-(Beschreibungs-)Sätze“(“Schenker-Sätze“) zu bejahen (z.B.: „Was ist genug Vernunft und Liebe, um gesamtwohl-konsensfähig zu werden?“) - PLUS Bereitschaft allerdings, für die weiteren theoretischen und praktischen Ableitungen offen mit zu reflektieren – was dann sicher gemäß den „SB-(Reflexions- und Kommunikations-)Methoden“ (d.h. gemäß unseren Werkzeugen für die 'Theorie-Arbeit'...) erwartet werden kann... Auf diesem Hintergrund wage ich zu sagen: Wenn die Vorschläge von Anke einfach nur derart offene Reflexions- und Kommunikations-Bereitschaft finden, dann kann es m.E. schon wunderschön Wirkung erbringen... (auch wenn daraus (noch) nicht gleich 'feste Bestimmungen' gemacht werden...)
Öff Öff ; global-love.eu ]]
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