Basis-Infos zu Friedens-Agentur

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Basis-Infos zu Friedens-Agentur

Beitrag#1von oeff oeff » 22. Mai 2017 06:36

In den ersten Beiträgen dieses Themas erhaltet Ihr das vorhandene Info-Material auf Stand Mai 2017:
Im 1. Beitrag:
a) Das Anfangs-Flugblatt zum Zeitpunkt der Gründung der Friedens-Agentur (für die Region Marburg) 2015
und
b) Die Texte auf unserer Website zu Friedens-Agentur (eingebettet in den Entwurf eines Gewebes aus Bildungs-, Nachhaltigkeits-, Friedens- und Konsens-Werkstätten)
und
c) Den Entwurf einer "Friedens-Formel" der "Ganzheitlichen Bildungs-Werkstatt lilitopia.de"

Im 2. Beitrag:
Recherche-Material 1: aus dem Blog Paziwief

Im 3. Beitrag:
Recherche-Material 2: Entwicklungs-Minister als Friedens-Minister denkbar

Im 4. Beitrag:
Recherche-Material 3: Friedens-Agentur bei amerikanischen Mennoniten- u Brüdergemeinden

Im 5. Beitrag:
Recherche-Material 4: bzgl. Friedens-Agentur und Grüne



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1.a) Das Anfangs-Flugblatt zum Zeitpunkt der Gründung der Friedens-Agentur (für die Region Marburg) 2015
(Zur Gründung kam es bei einem Treffen der sogenannten "Allianz der Willigen" aus dem BNE-Netzwerk für die Region Marburg; es war dasselbe Treffen - mit verschiedenen Themen-Tischen - , wo an einem anderen Tisch die Vorbereitungs-Gruppe für die "Regional-Konferenzen Nachhaltig Handeln" entstand...)


Konflikt-Management – Gründung eines Konflikt-SchlichterInnen-Gremiums?
---- DIE „(MARBURGER) FRIEDENS-AGENTUR“
Wir übernehmen gern das Zitat von Angela Merkel:
„Es geht darum, dass die Stärke des Rechts an die Stelle des Rechts des Stärkeren tritt.“

Wenn wir die 'kleineren' Konflikte nicht mit nachhaltigen Methoden lösen,
werden wir auch für die 'größeren' Ebenen keine Versöhnung bzw. Einigung erreichen können
(gesellschaftliche Konflikte...;zwischen Nationen...; mit der Natur bzw. den Kindern der Zukunft...)!
1. Möglichst geeignete, bekannte und anerkannte Werkzeuge bieten
(GFK, Mediation, partnerzentrierte Gesprächs-Führung, Supervision etc.)
['Argumente(-statt-Fäuste)-Kultur mit Blick aufs Ganze'...]
2. Ansprechbar sein für Konflikt-Hilfe-Aufgaben
3. Aktiv Aufgaben entdecken und lösen helfen
(Forschung, Situations-Analysen, vermittelndes Engagement...)
„Vor Gericht zwingen die Menschen einander... ---
Wie kann mit (möglichst) gewaltfreien Mitteln die Anwendung der gewaltfreien Methoden
motiviert werden?!“

Initiator:
Ganzheitliche Bildungs-Werkstatt lilitopia.de / 017627110248 ; schenker_oeff@yahoo.de
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Mehr als Ministerien, Ämter oder Agenturen für Arbeit, Krieg oder Verteidigung brauchen wir "Friedens-Ministerien/-Ämter/-Agenturen"!
Aufgrund von konkreten Erfahrungen in Marburg, dass bei Konflikten sogar innerhalb von 'alternativen Szenen' zu wenig moderne Konflikt-Arbeit geschieht, gründeten Aktivisten der "Bewegung für ganzheitliche Nachhaltigkeit(Schenker-Bewegung)" und der "Erd-Charta-Initiative" die "Marburger Friedens-Agentur"... Es gibt viele tolle Werkzeuge für Friedens-Arbeit: Gewaltfreie Kommunikations und Konflikt-Kultur, Mediation, Supervision usw... Aber es fehlt eine Einrichtung (vergleichbar z.T. Jugend-Konflikthilfe), welche die ANWENDUNG der Werkzeuge fördern will und eine 'Argumente(-statt-Fäuste)-Kultur' mit Blick aufs Ganze (bzw. auf ganzheitliche Nachhaltigkeit) verbreiten will...  Einschließlich Bedarfs-Analysen, aktivem Eingreifen, Zivil-Courage, Organisation und Durchführung von Lösungs-Strategien usw...  ----   Wir laden alle (und alles), was es schon gibt oder sich mit engagieren möchte, herzlich ein!  Lasst uns solche sozialen Aspekte von Nachhaltigkeit auf engagierte Weise fördern! (In diesem Sinne streben wir auch an, uns als "Friedens-Agentur" in den größeren Rahmen einer bereits visionär von manchen Stellen in Marburg ins Auge gefassten "Nachhaltigkeits- bzw. Erd-Charta-Agentur" einzufügen...)

Ein paar Anmerkungen noch von Öff Öff zur Idee einer „(Marburger) Friedens-Agentur“:
Obwohl mir der Name „Friedens-Agentur“ bei einem Vernetzungs-Treffen des BNE(Bildung für nachhaltige Entwicklung)-Netzwerkes spontan einfiel, um eine beabsichtigte „Institution für Konflikt-Management“ so zu betiteln, -------- gibt es da schon was auch an anderen Stellen...
Der Begriff „Friedens-Agentur“ fällt manchmal in Verbindung mit ähnlichen Vorstellungen, wie „Friedens-Ministerium“... International betrachtet gibt es wohl bereits 3 Friedens-Ministerien... Grüne, Friedens-Aktivisten und Kirchenleute haben sich z.T. schon für solche Einrichtungen eingesetzt... Es gibt Ideen, eine „europäische Friedens-Agentur“ zu gründen... Und hier und da Gedanken-Konzepte von lokalen Initiativen... – Wenn der Eindruck mich nicht trügt, könnte Marburg aber die erste Stadt mit 'richtig gegründeter' „Friedens-Agentur“ sein... Wär doch was... Jedenfalls Vorreiter sein auch in dem Bereich, bei den 'sozialen Aspekten von Nachhaltigkeit'...
Inhaltlich ist überall – so wie in unserem Konzept beim „Bildung für nachhaltige Entwicklung(BNE)“-Treffen – ziemlich dasselbe gemeint, wäre also alles wohl 'fusions-fähig': zivile Friedenselemente (- obwohl manchmal wieder so Lieblings-Aspekte wie Friedens- und Konflikt-FORSCHUNG übergewichtig ins Auge gefasst werden, während Aspekte wie, Bedarfs-Analysen für Friedens-Eingreifen zu machen und es dann auch aktiv zu tun, etwas vernachlässigt erscheinen... ; auch was die Mittel des Eingreifens angeht, ist da manchmal der Schritt von „diplomatischen Mitteln“ gleich hin zu „Sanktionen“ etc. etwas flott, und die ganze Bandbreite an Friedens-Kultur-Mitteln nicht so stark im Blick... – aber das würde doch wahrscheinlich niemand als unpassend hinstellen wollen, wenn man da Lücken füllen wollte...)




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1.b) Die Texte auf unserer Website zu Friedens-Agentur

Eingebettet in den Entwurf eines Gewebes aus Bildungs-, Nachhaltigkeits-, Friedens- und Konsens-Werkstätten findet Ihr eine Website für Friedens-Agentur hier:
http://friedensagentur.global-consensus.net/



Zur Einleitung steht dort folgender Text:


Friedens-Agentur


Friedens-Agentur – Grund-Schlüssel der sozialen Nachhaltigkeit und damit der Nachhaltigkeit insgesamt

Wenn wir mit anderen Menschen noch kein gemeinsames Konzept für
(globalen bzw. ganzheitlichen) Frieden haben —
warum sollten wir sie nicht wenigstens zu einer möglichst ernsthaften
und gründlichen ‚Werkstatt‘ dafür einladen (so dass friedliche
Verhaltensweisen möglichst zur Basis werden und Gewalt reduziert werden
kann)????????????
(( — und so dass, in Kombination mit anderen ‚Werkstätten‘ (z.B. einer „Nachhaltigkeits-Agentur“ und einer „Konsens-Werkstatt“) eine bestmögliche konstruktiv-harmonische Brücke geschaffen werden kann in ein verantwortliches Gesellschafts-System der Zukunft, ohne vermeidbare ‚Ideologie- oder System-Konfrontationen und -Blockaden‘ …))



Friedens-Agentur – Grund-Schlüssel der sozialen Nachhaltigkeit, die ihrerseits das Herz der Nachhaltigkeit insgesamt ist

Nicht nur, dass wir zuerst mit anderen Menschen zu tun bekommen… Und nicht nur, dass wir sie als besonders nah empfinden können, weil sie unsere Artgenossen sind…
Auch wenn uns das noch nicht genug bedeuten würde: Sie sollten uns die erste Ansatz-Stelle zum Handeln für nachhaltige bzw. verantwortliche Welt-Entwicklung sein, schlicht weil sie das ‚Steuer-Ruder‘ der Gesamt-Entwicklung auf der Erde in die Hand genommen haben…
Sich ‚an den Menschen vorbei‘ um Pflanzen oder Tiere oder sonstwas kümmern zu wollen, ist – im Bild gesprochen – als würde ich den Tieren Tränen abwischen, während ich von hinter meinem Rücken eine vernichtende Riesen-Welle über sie herein brechen lasse, ohne mich darum zu kümmern… Gemäß dem Spruch: ‚Wir sind so sehr mit dem Aufwischen von Wasser-Pfützen beschäftigt, dass wir leider nicht dazu kommen, den Wasser-Hahn zuzudrehen…‘
Wenn ich mich mit angemessener Schwerpunkt-Setzung dem ‚Wasser-Hahn‘ zuwende, den zwischenmenschlichen Durchsetzungs- bzw. Entscheidungs-Strukturen, kann ich am ehesten erreichen, dass die Wasser-Mengen, die auf die Tiere und Pflanzen zuströmen, nicht zu zerstörerisch werden…
Ziel dabei wird sein, soviel wie möglich an „Argumente-(statt-Fäuste-)Kultur“ zu schaffen… Dass sich möglichst die guten Argumente durchsetzen können… – Argumente fürs Wohl des Ganzen…
Die Arbeit der Friedens-Agentur wird dabei auch viel zu tun haben mit der Besänftigung, Deeskalation, Entschärfung und Auflösung direkter Konflikt-Ausbrüche oder schwelender Konflikte… (Zivil-Courage für verschiedene Formen des Eingreifens in Konflikte; ‚aktives Zuhören‘, ‚partner-zentrierte Gesprächs-Führung‘ usw.; ‚Gewaltfreie Kommunikations- und Konflikt-Kultur GKK‘, einschließlich ‚Mediation‘, ‚Supervision‘ etc.; Aufbau von ‚Runden Tischen‘ für Einigung und gemeinsames Entscheiden usw. …)
Wenn das Engagement erfolgreich ist, kann es am Ende, in Freiheit und menschheits-geschwisterlicher Gleich-Berechtigung, zu harmonisch und reif entwickelten Formen gemeinsamen konsensualen Entscheidens kommen: ‚Konsens-Gemeinschaften globalen Teilens‘ als Weg zu ‚globaler Konsens-Demokratie(Demogratie)’…
Speziell für die Beschäftigung mit dieser Ziel-Perspektive einer gelingenden Konsens-Kultur (Konzepten dafür und Umsetzungs-Möglichkeiten) ist die von uns gegründete „Konsens-Werkstatt“(„Consensus-Lab“) gedacht, als ‚ziel-perspektivisches Element der Friedens-Agentur’… Siehe http://www.consensus-lab.global-consensus.net

Lasst uns offene Kommunikation praktizieren, lasst uns vorurteils-frei und diskriminierungs-frei nach den besten Argumenten gehen, lasst uns ‚globale Konsens-Geschwister‘ füreinander werden, so gut es geht…

+++ Eine erste Filiale, d.h. eine erste lokale bzw. regionale Friedens-Agentur, ist die „Friedens-Agentur Marburg/Stadtallendorf“:
http://www.lilitopia.de/10.html +++

Namaste.
Öff Öff alias Jürgen Wagner (Gründer der „Bewegung für Ganzheitliche Nachhaltigkeit“ bzw. „Schenker-Bewegung“ und Mitglied der kleinen Gruppe der „existentiellen Schenk-Ökonomen“ bzw. „Lifestyle-Gift-Economists“) und die anderen GründerInnen der Konsens-Werkstatt (insbesondere das Team der „Ganzheitlichen Bildungs-Werkstatt lilitopia.de“)
http://www.global-love.eu
http://www.lilitopia.de
http://www.real-utopia.de
schenker_oeff@yahoo.de
0176 / 27 110 248

PS: Wer eine Einordnung der „Friedens-Agentur“ in den ‚logischen Zusammenhang‘ unserer vielfältigen Arbeits-Elemente für eine ’schöne verantwortliche Welt für alle‘ (ein „Real-Utopia“) möchte:
Es geht bei den folgend genannten Initiativen („Werkstätten“, „Agenturen“ etc.) sozusagen um einen „Bereich von Brücken-Initiativen zwischen dem bestehenden System und einem alternativen Zukunfts-System“. ((Wir machen solche „Brücken-Arbeit“ neben unseren Versuchen, durch „Alternativ-Projekte“ das Zukunfts-System möglichst direkt schon zu erschaffen und modellhaft vorzuleben.))
Wir versuchen so gut wie möglich, solche „Brücken-Initiativen“ formal so zu gestalten, dass wir damit an allgemein anerkannten grundlegenden Problem-Stellen ansetzen, eine möglichst zielführende Veränderungs-Richtung hineinbringen können, und unsere Einladungen zu gemeinsamem Engagement von fast niemandem (leicht) abgelehnt werden könnten:
Dafür haben wir eine verwobene Struktur entworfen aus „(Ganzheitlichen) Bildungs-Werkstätten“, „Nachhaltigkeits-Agenturen“, „Friedens-Agenturen“ und „Konsens-Werkstätten“.
[[Zu meiner Sinn-Hoffnung bzgl. dieser „Brücken-Initiativen“ noch ein paar erklärende Worte, die ich von anderer Stelle hierher kopiere: „Ich versuche dabei, bereits in Menschheits-Geschichte und Gegenwart möglichst stark vor-entwickelte und verbreitete Visionen von (ganzheitlicher) Verantwortungs-Kultur ((siehe z.B. Buddha, Mahavira, Sokrates (u.a. mit der Utopie einer „Wächter-Kommune“), Jesus, Franziskus, Gusto Gräser, Gandhi, Martin Luther King, Peter Maurin und Dorothy Day, Bruno Gröning, „Peace Pilgrim“ usw. — aber auch z.B. die „New World Order(NWO)“-Vision des amerikanischen Präsidenten George Bush und die sozial-ökologische Entwicklungs-Vision der „Erd-Charta“, die u.a. von Leonardo Boff, dem Dalai Lama und Gorbatschow befürwortet wird, usw…)) miteinander zu verknüpfen – wobei ich aber den m.E. meist vernachlässigten Punkt besonders betonen möchte, dass insbesondere zur Vermeidung von elitär bevormundenden und missbräuchlichen (Leitungs-)Strukturen dabei eine „Grundlagen-Bildungs-Arbeit“ für die Verantwortungs-Reife der Menschen unerlässlich sein dürfte, welche – wissenschaftlich gesprochen – die entwicklungs-psychologische Stufe des „post-konventionellen Bewusstseins“ (gemäß Lawrence Kohlberg) mit voller demokratischer Wahl-Freiheit, d.h. unzensierter „Alternativen-Übersicht“ im Sinne des „Beutelsbacher Konsenses“, vereinigt… Für diese Grundlagen-Arbeit zur Entwicklung freiwilliger Gesamt-Verantwortlichkeit habe ich seit meinem Entwurf der Schenker-Bewegung geeignete Arbeits-Methoden zu entwickeln versucht…“]]
Im Einzelnen zur „Verwobenheits-Logik“ der „Brücken-Initiativen“ („Werkstätten“ und „Agenturen“):
Allgemeinste Überschrift ist „Ganzheitliche Bildungs-Werkstatt lilitopia.de“ ; innerhalb dieser Bildungs-Arbeit ist dann die allgemeinste Überschrift die „Nachhaltigkeits-Agentur“ (individuelle Bildung in Vereinigung mit Welt-Verantwortung…) (nachhaltigkeitsagentur.global-consensus.net; sustainability-agency.global-consensus.net )…; innerhalb der Nachhaltigkeits-Agentur ist für den zentralen Bereich der ’sozialen Nachhaltigkeit‘ die „Friedens-Agentur“ die allgemeinste Überschrift (friedensagentur.global-consensus.net; peace-agency.global-consensus.net ) …; das Aufgaben-Spektrum der Friedens-Agentur reicht von unmittelbarer bzw. vorbereitender Konflikt-Arbeit (Deeskalation; gewaltfreie Kommunikations- und Konflikt-Kultur GKK, mit ‚aktivem Zuhören‘, ‚partner-zentrierter Kommunikation‘, ‚Mediation‘ etc.; Förderung von gewaltfreien Aktionen, ziviler Verteidigung, samt zugehöriger Motivations-Arbeit… usw…) bis zum angestrebten End-Zustand einer gelingenden gleichberechtigt gemeinsamen Entscheidungs-Form, womit sich die „Konsens-Werkstatt“ beschäftigt, sozusagen als ‚ziel-perspektivischer Teil der Friedens-Agentur’…

Als Grundlagen-Literatur empfehlen wir das wissenschaftliche Fachbuch: ROCHELT, Anke: Bildung für ganzheitliche Nachhaltigkeit bzw. globale Verantwortung. „Globale Identifikation“ statt „Bruchstücks-Denken oder Vergeltung“. kostenlos downloadbar auf lilitopia.de (http://www.lilitopia.de/6.html)…
Darin enthalten sind auch Erklärungen einiger praktischer Grund-Methoden für Nachhaltigkeits-, Friedens- und Konsens-Bildung, die wir empfehlen, besonders des „Organischen Denkens: Immer auf die jeweils wichtigste Frage, die mensch finden kann, die best-begründbare Antwort suchen…“ und der „Licht-Liebes-Arbeit“… (Ein Forums-Thema mit aktualisierten Fassungen unserer „Methoden-Übersicht“ findet sich auch hier: http://www.forum.global-love.eu/viewtopic.php?f=3&t=98)





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1.c) Entwurf einer "Friedens-Formel" der "Ganzheitlichen Bildungs-Werkstatt lilitopia.de"


"Friedens-Formel" von lilitopia.de:
Aus Kombination zwischen-menschlicher mit zwischen-artlicher Friedens-Forschung kommen wir zu folgendem Vorschlag einer grundlegenden "Friedens-Formel für Gewaltfreie Kommunikations- und Konflikt-Kultur" (angelehnt an Ergebnisse der humanistischen Psychologie gemäß Rogers, GFK gemäß Rosenberg, Konflikt- und Mediations-Forschung, Tier-Verhaltensforschung gemäß Rugaas und anderen):
Empathie (einfühlsames Verständnis), Grund-Annahme in bedingungsloser Liebe, Authentizität (Offenheit und Stimmigkeit) sowie ausgearbeitetes feinstufiges Deeskalations- und Klärungs-Verhalten - bis zu (vor allem beim Menschen) "Argumente-statt-Fäuste-Kultur" mit Blick aufs Ganze, sind die wesentlichen formalen Weg-Elemente des Friedens...

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Ausführlichere Fassung: "Friedens-Formel" von lilitopia.de:

Aus Kombination zwischen-menschlicher mit zwischen-artlicher Friedens-Forschung kommen wir zu folgendem Vorschlag einer grundlegenden "Friedens-Formel für Gewaltfreie Kommunikations- und Konflikt-Kultur" (angelehnt an Ergebnisse der humanistischen Psychologie gemäß Rogers, GFK gemäß Rosenberg, Konflikt- und Mediations-Forschung, Tier-Verhaltensforschung gemäß Rugaas und anderen):
Empathie (einfühlsames Verständnis; 'innere Motiv-Klärung' und 'partner-zentrierte Aufmerksamkeits-Technik'), Grund-Annahme in bedingungsloser Liebe (unconditional positive regard), Authentizität (Offenheit und Stimmigkeit) sowie (BEREITSCHAFT FÜR) ausgearbeitetes feinstufiges Deeskalations- und Klärungs-Verhalten (Beschwichtigungs-Signale etc.) - bis zu (vor allem beim Menschen) "Argumente-statt-Fäuste-Kultur" mit Blick aufs Ganze, sind die wesentlichen formalen Weg-Elemente des Friedens...
Eine so 'ganzheitliche' Zusammenstellung der aufgezählten Faktoren haben wir bisher noch nicht gefunden, und darauf aufbauendes Training...
Besonders faszinierend finden wir immer wieder das 'Zufriedensein in vereinzelten Splitter-Aspekten', unter Ausschluss des Übrigen... (Z.B. auch, dass Friedensforschung bzgl. Menschen und Friedensforschung bzgl. Tieren meist ziemlich isoliert voneinander sind...)
Es kann zu tun haben damit, dass wir Menschen bevorzugt da ausweichen (ob bzgl. innerer Motiv-Klärung oder äußerer Konflikt-Aufklärung und Einigung), wo der gesamte Lebens-Zusammenhang in einen ganzheitlichen organischen Betrachtungs-Zusammenhang käme, und solche Betrachtung uns die weiten Lebens-Felder unmöglich machen würde, wo wir ohne Blick aufs Ganze für willkürliches Aussuchen (Konsumieren für Partial-Interessen) freie Hand haben wollen... Zu wenig wollen wir den Frieden als Begrenzung unserer 'freien' Konsum-Auswahl...
Zuletzt geändert von oeff oeff am 22. Mai 2017 07:15, insgesamt 4-mal geändert.
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Recherche-Material 1 vom Blog Paziwief

Beitrag#2von oeff oeff » 22. Mai 2017 06:41

Hier Recherche-Material, welches ich, Öff Öff, ziemlich zu Beginn im Blog paziwief fand:

http://paziwief.over-blog.de/pages/Warum_gibt_es_kein_Friedensministerium_-3482584.html
aufgerufen am 18.6.2015 um 13:15 Uhr



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Eine gewiefte Friedenskultur schaffen und friedensfördernde Strukturen begünstigen


2014 Jahr der Friedenskultur Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens TAFTA - die große Unterwerfung
Warum gibt es kein Friedensministerium ?
Warum nicht eine Friedens- und Abrüstungs-Behörde oder Ministerium ?
Eine Frage, die mir meine Frau gestern ganz beiläufig stellte: warum hat die Bundesrepublik eigentlich keinen Friedensminister?

Meine vorlaute Antwort war in etwa: weil die BRD einen Kriegsminister, pardon: Verteidigungsminister, hat.

Doch in Nachhinein erschien mir dies als zu kurz besprungen, denn ein Friedensministerium hätte weit umfassendere Aufgaben als ein Verteidigungsministerium. Schließlich ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg oder, um Regierungsdeutsch zu bleiben: von Verteidigungsfall.
Warum also ist es, wie es ist?
Gibt es womöglich schon Staaten, die ein solches Ministerium geschaffen haben?
Oder gab es sie in der Vergangenheit?
http://friedenstreiberagentur.de/index.php

Der "Eisbrecher" ist da, eine erste Antwort auf die gestrige Frage. Vielleicht fühlen sich noch weitere Leser/innen ermutigt.

F. schrieb mit heutiger Mail:
...in deiner letzten FTA-mail hast du zu Recht die Frage nach dem Friedensministerium aufgeworfen. Hier meine Recherchen dazu (s.u.)

Die Idee ist nicht neu. Bereits 1919 hat eine Delegation der Deutschen Friedensgesellschafts DFG(-VK) über den Sinn eines Friedensministeriums nachgedacht, wurde aber darüber brüskiert. (siehe URL-Link Gegenrede)

Auch die Abrüstungs-Initiative "Fünf für Frieden" die Teil der DFG-VK- Kampagne "Schritte zur Abrüstung" ist, ist für ein Friedens und Abrüstungsminister(ium) und fordert neben der jährlichen Reduktion der Militärausgaben um 5 %, als ersten Schritt dahin mit einem Bundesamt für Friedenspolitik - Zivile Friedensdienste, Abrüstung und Rüstungskonversion zu beginnen.

Dem könnte man m.E. noch die Entwicklung und Förderung von Sozialer Verteidigung, Friedens und Konfliktforschung, Friedensakademien, Friedenspädagogik, Gewaltlosigkeit und Mediation, nichtmilitärische UN und OSZE Strukturen, sowie Kriegsflüchtlings- und Opferhilfe usw zuweisen.

Hierzulande tut sich bei genauerem Hinsehen immer mal wieder etwas. Z.B. wurden bereits Petitionen verfasst (s.u) ePetition <Einrichtung eines Friedensministeriums Meier, Martin 03.03.2009 55 24> und Bittbriefe der IPPNW an Bundeskanzler.

Auch international gibt es einige Kampagneinitiativen und tatsächlich bereits DREI Friedensminister sowie in Neuseeland eine Ministerin für Abrüstung
Und jetzt die entsprechenden Links:
 
  *weltweite Kampagnen für Friedens- und Abrüstungsministerien*   http://www.mfp-dop.org
*Gegenrede 1919  http://gutenberg.spiegel.de/buch/1943/48

*1958 geplante Friedensministerien*
http://www.friedenspaedagogik.de/themen ... splan_1958

*Costa Rica führt ein Ministerium für Frieden und Gerechtigkeit ein*
http://www.theworldmarch.org/index.php? ... newsid=219

*Friedensminister Nepal - Friedensberater Schweiz*
http://www.news-service.admin.ch/NSBSub ... /16416.pdf

*Bundestagspetition*
http://www.openpetition.de/petition/zei ... nisteriums

*Initiative Friedensministerium England*
http://www.pnyv.org/index.php?id=34&L=8&tx_ttnews[tt_news]=39&tx_ttnews[backPid]=225&cHash=64dc639ed8

*Initiativen für Friedensministerium USA*
http://www.taz.de/index.php?id=archivse ... 2/27/a0164
http://www.ngo-online.de/2004/07/14/abrustung
http://www.sueddeutsche.de/politik/213/363034/bilder/
http://www.share-international.de/hefte ... cinich.htm
http://de.rian.ru/world/20090205/120004073-print.html
http://www.thepeacealliance.org/content/view/29/139/
http://www.nationalpeaceacademy.us/
http://www.friedensnews.at/2007/03/30/p ... struction/
http://www.soziale-verteidigung.de/inde ... -2004.html
* Kampagne "Fünf für Frieden"
http://www.juergengraesslin.com/fuenf_fuer_frieden.htm
Einen recht herzlichen Dank für den Tip aus den Reihen der DFG-VK
 
--
Evangelischer Präses für Gründung einer europäischen Friedensagentur
Brüssel (epd). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, hat sich für die Gründung eines europäischen Instituts zur Friedens- und Konfliktforschung ausgesprochen. Die EU habe noch nicht alle Möglichkeiten der zivilen Konfliktvorsorge und -bearbeitung ausgeschöpft, sagte Schneider im Rahmen des ökumenischen Jahresempfangs deutscher Kirchen am Montag in Brüssel. Die Agentur solle mit nationalen Instituten zusammenarbeiten und die Konfliktforschung "koordinieren, fördern und sichtbarer machen".
Die EU habe die Aufgabe, zur Wahrung, Förderung und Erneuerung des Friedens beizutragen, so der Leiter der zweitgrößten evangelischen Landeskirche. Nötig sei es, die Instrumentalisierung ziviler Hilfsangebote durch militärische Einsätze zu verhindern: Dazu brauche es eine größtmögliche Unabhängigkeit ziviler von militärischen Mitteln. Die Komplexität heutiger Krisen erfordere eine abgestimmte Konfliktbewältigung auf allen Politikfeldern.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) werde den Prozess des friedlichen Zusammenwachsens des europäischen Kontinents auf jede ihr mögliche Weise fördern, unterstrich Schneider. Zu dem Empfang hatten der Leiter des Kommissariats der katholischen deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Stephan Reimers, gemeinsam eingeladen.
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Renke Brahms wird Friedensbeauftragter des Rates der EKD
Bremer Schriftführer nimmt auch Aufgaben wahr im Beirat für die Seelsorge in der Bundeswehr sowie für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat zum 1. Oktober eine neue Beauftragung ausgesprochen: Renke Brahms, wird erster Beauftragter für Friedensfragen im Raum der EKD werden. In dieser Funktion soll er die inhaltlichen Impulse, die von der neuen Friedensdenkschrift der EKD "Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen" ausgehen, koordinieren und verstärken.
In den vergangenen Jahren wurden parallel zur Erarbeitung der Friedensdenkschrift neue Strukturen für die Friedensarbeit im Raum der EKD geplant. Danach wird es ab 2009 eine Friedenskonferenz in der EKD geben, die jährlich tagen soll. Ihr sind ein Arbeitsausschuss und eine in Bonn angesiedelte Geschäftsstelle zugeordnet, die gemeinsam von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und dem Evangelischen Arbeitskreis zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) betrieben werden wird. Alle diese Gremien werden künftig mit dem Friedensbeauftragten eng zusammen arbeiten.
 
Ebenfalls mit Wirkung vom 1. Oktober wird Renke Brahms den Vorsitz im Beirat für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr übernehmen und für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende zuständig sein. In diesen beiden Funktionen folgt er dem Ratsmitglied Gerrit Noltensmeier nach, der diese Aufgaben seit 2004 wahrgenommen hat.
Renke Brahms ist als Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche Mitglied des Vorstands des Kirchenausschusses in Bremen und damit der Leitende Geistliche der evangelischen Kirche in der Hansestadt. Der 1956 geborene Pastor wurde 2007 vom Bremer Kirchentag – so heißt die dortige Synode – in dieses Amt gewählt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Hannover, 8. Juli 2008
Pressestelle der EKD
--
Kommentar:  Ein großer Wermutstropfen an der Meldung ist, dasz der Beiratsvorsitz in der Selso der Buweh zu seinen Aufgaben gehört. Dort wird dieser Mensch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu sehr vereinnahmt (zeitlich und punktuell)  Es erschwert ihm den offenen und intensiven Kontakt mit der Friedensbewegung und bringt ihn ständig in gewisse unauflösbare Konflikte.

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Recherche-Material 2: Entwicklungs-Minister als Friedens-Minister denkbar

Beitrag#3von oeff oeff » 22. Mai 2017 06:47

Recherche-Material 2: Entwicklungs-Minister Müller konnte sich das Entwicklungs-Ministerium als ein Friedens-Ministerium vorstellen...



http://www.berliner-zeitung.de/politik/ ... 14404.html
aufgerufen am 18.6.2015 um 14:19 Uhr



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Politik
Aktuelle Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

31.03.2014
Entwicklungsminister Gerd Müller, der Friedensminister
 Von Timot Szent-Ivanyi

Minister Gerd Müller (CSU) sagt, der Markt brauche Grenzen.  Foto: Markus Wächter
Als zum Regierungswechsel die CSU den Ministerposten für Entwicklungshilfe bekam, reagierten viele Experten skeptisch. Doch Minister Gerd Müller weiß zu überraschen. Er will offenbar die Entwicklungshilfe an ihre Ursprünge zurückführen und plädiert gegen Militäreinsätze in Afrika.

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Gerd Müller lässt nicht los. Gerade hat ihm eine Narkoseärztin vom Roten Kreuz berichtet, wie sie von Macheten übel zugerichtete Menschen versorgt hatte. Der Entwicklungsminister nimmt ihre Hand, hält sie fest. Ein Minute, zwei Minuten – die Ärztin schaut leicht irritiert, doch Müller verharrt in dieser Haltung. Er fragt immer wieder nach, dankt schließlich der deutschen Medizinerin überschwänglich: „Es ist toll, was Sie hier leisten.“ Später streicht er in einem Flüchtlingslager in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik vielen Kindern über den Kopf, schüttelt unzählige Hände. Er hat das Programm umwerfen lassen, um das Lager besichtigen zu können. Nun stapft er durch Staub und Gestank, spricht mehrere Flüchtlinge an, hört aufmerksam zu.
So ein Besuch kann peinlich wirken, doch Müller meistert die Situation souverän. Er biedert sich nicht an, findet die richtigen Worte, seine Anteilnahme ist ungekünstelt. „Hier sitzt Müller, nicht Niebel“, hatte der Minister zu seinem Amtsantritt gesagt. Bei Reisen nach Zentralafrika oder Jordanien, wo er syrische Flüchtlingslager besuchte, zeigt er, was er damit meint: Das Ministerium wird nicht mehr geführt von einer kaltherzigen FDP, nicht mehr geführt von einem Minister, der Entwicklungshilfe lediglich als Türöffner für die Wirtschaft betrachtet hat. Und seit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) laut über neue Kampfeinsätze der Bundeswehr in Afrika nachgedacht hat, hat Müller eine regelrechte Mission: Gut gemachte Entwicklungshilfe kontra Militäreinsatz. Friedensministerium nennt er sein Ressort.
Niebel gerade überstanden
Als Müller zum Entwicklungsminister ernannt wurde, waren viele Hilfsorganisationen entsetzt. Da hatten sie gerade Niebel überstanden, der gern und oft über die Szene der Entwicklungshelfer spottete. Und nun sollte ein Mann der CSU kommen, der zuvor im Landwirtschaftsministerium genau das getan hatte, was als entwicklungspolitisch höchst problematisch gilt: Als Exportbeauftragter der Bundesregierung für Agrarprodukte setzte sich Müller jahrelang dafür ein, dass mehr Fleisch, Milch und andere Agrarprodukte ins Ausland verkauft werden. Mehr Exporte aus dem Westen heißt, mehr Konkurrenz für die Erzeuger in Entwicklungsländern, die mit den von der EU subventionierten Preisen gar nicht mithalten können.
Die Skepsis war groß und sie wurde verstärkt durch Geschichten, die wieder aus den Archiven hervorgeholt wurden: Ende der 80er-Jahre, Müller war damals Vorsitzender der Jungen Union Bayerns, forderte er die Todesstrafe für Rauschgifthändler. Hinzu kommt, dass Müller ganz und gar nicht wie ein engagierter Mensch erscheint, sondern auf den ersten Blick wie ein langweiliger Beamter. Der hochgewachsene 58-Jährige bewegt sich etwas linkisch und spricht ein langsames Schwäbisch mit vielen Pausen. „Lausbübisch“ nannte ihn einst Franz Josef Strauß – eine Charakterisierung, die einem zu Müller zunächst einmal nicht einfällt.
Mehr Geld für den Chancenkontinent
Deutschland...
...will seine Entwicklungshilfe für Afrika um mindestens 100 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro aufstocken. Das sieht das neue Afrika-Konzept des Entwicklungsministeriums vor. Minister Müller hat Afrika zuletzt gerne als Chancenkontinent bezeichnet.
« zurück 1 | 4 weiter »
Doch der neue Minister weiß zu überraschen. Kaum im Amt, setzt er neue Akzente. Die Liberalisierung des Welthandels gehe deutlich zu weit, künftig müsse viel stärker auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards geachtet werden, so seine Botschaft. „Der Markt braucht Grenzen“, sagt er in seiner ersten Bundestagsrede vor einigen Wochen. „Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass in Bangladesch Näherinnen für fünf Cent in der Stunde 90 Stunden in der Woche Jeans nähen, damit wir für 9,90 Euro eine Jeans kaufen können.“ Müller stellt das Wachstum-um-jeden-Preis in Frage und verlangt eine Änderung des Konsumverhaltens der Bürger „im ökologischen Sinn“.
Selbst die Opposition ist angetan. Allein sieben Mal vermerkt das Bundestagsprotokoll während der Rede „Beifall im ganzen Haus“, bei weiteren fünf Gelegenheiten applaudieren die Grünen zusammen mit den Abgeordneten der großen Koalition. Irritationen gibt es nur in den eigenen Reihen. Hat man sich hier doch keinen ungefährlichen Provinzler in die Regierung geholt, sondern einen ernstzunehmenden, grünen Überzeugungstäter?
Müller, der auf einem Bauernhof in Krumbach im Allgäu groß geworden ist, kann mit der Kategorisierung „grün“ allerdings gar nichts anfangen. Er ist vielmehr ein tiefreligiöser Mensch, der immer wieder von der Bewahrung der Schöpfung spricht. Das ist sein Antrieb. Schon als Jungpolitiker organisierte er zusammen mit Parteifreunden Kongresse, bei denen der Klimawandel und die Abholzung des Regenwaldes thematisiert wurden. Da war das bei den Volksparteien noch kein Thema, schon gar nicht in der CSU. Und wenn er danach gefragt wird, warum ihn die Entwicklungspolitik reizt, erzählt er von seinem Vater, der die russische Kriegsgefangenschaft nur überlebte, weil Bauern ihm immer wieder Brot zusteckten. Vom Vater habe er Verantwortungsgefühl gelernt und Werte. Der Starke helfe dem Schwachen, egal ob Freund oder Feind: „Niemand in der Welt darf zurück gelassen werden.“
Doch so selbstlos funktioniert Entwicklungshilfe nicht. Es ist ein knallhartes Geschäft, bei dem um jeden Euro gefeilscht wird. Hilfsorganisationen sind längst keine Ansammlungen von Gutmenschen mehr, sondern oft große Unternehmen, die um Aufträge und Gelder kämpfen. Im Vergleich zu Niebel scheint Müller daher geradezu naiv.
Kritik an von der Leyen
Unterschätzen sollte man ihn aber besser nicht. Müller weiß ziemlich genau, was er auf dem Posten erreichen kann und will. Da kommt dann auch die Exportförderung nicht zu kurz. In seinem gerade fertiggestellten Afrika-Konzept ist beispielsweise von zehn neuen „grünen Zentren für landwirtschaftliche Wertschöpfung“ die Rede. Das sollen Ausbildungszentren sein, die mit Hilfe der deutschen Agrarindustrie errichtet werden. Anfixen nennt man so etwas in der Medizin.
Was er nicht will, weiß er auch: Neue Militäreinsätze der Bundeswehr etwa in Afrika. Das hat weniger mit Pazifismus zu tun, Müller hat selbst gedient. Vielmehr treibt ihn die Sorge vor einer Überlastung der Truppe und eine gehörige Portion Antipathie gegenüber der resoluten Verteidigungsministerin von der Leyen. Letzteres wird sogar bei öffentlichen Auftritten deutlich. Als er im Bundestag erläutert, wie die Entwicklungshilfe in Afrika verstärkt werde und wie man mit dem Aufbau staatlicher Strukturen Sicherheit schaffen könne, schiebt er extra ein Bedauern darüber ein, dass die „Frau Verteidigungsministerin“ nun schon leider weg sei. Vor seiner Reise in die Zentralafrikanische Republik spricht er ausführlich mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) über den Trip, das Verteidigungsministerium wird lediglich informiert.
Die Idee, den Konflikt in seinem Sinne zur Profilierung zu nutzen, gefällt ihm zunehmend. Hier die kriegsbesessene Verteidigungsministerin, dort der Friedensminister Müller. Einen Sieg hat er schon errungen: Auch aufgrund seiner Intervention wird es entgegen der Absicht von der Leyens beim geplanten Einsatz der Bundeswehr in Zentralafrika keine logistische Unterstützung für die dort operierenden französischen Truppen geben.
Obwohl Auslandseinsätze der Bundeswehr auch in der Bevölkerung äußerst kritisch gesehen werden, ist dennoch offen, ob die Idee mit dem Friedensministerium wirklich ankommt und nicht doch lächerlich wirkt. Als vor einigen Jahren eine Online-Petition gestartet wurde, um die Bundesregierung zur Einrichtung eines derartigen Ministeriums aufzufordern, war die Reaktion sehr übersichtlich: Der Aufruf fand keinen einzigen Unterstützer.
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Timot Szent-Ivanyi
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Recherche-Material 3: Friedens-Agentur bei Mennoniten- u Brüdergemeinden

Beitrag#4von oeff oeff » 22. Mai 2017 07:18

Recherche-Material 3: Friedens-Agentur bei den amerikanischen Mennoniten- und Brüdergemeinden



http://www.jungegemeinde.de/texte/jgakt202.htm
aufgerufen am 18.6.2015 um 15:24 Uhr



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MennoSurf
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http://www.mcc.org

Die Service- und Friedensagentur

Das Mennonite Central Comittee ist eine Hilfs-, Service und Friedensagentur der nordamerikanischen Menno-niten und Brethrengemeinden", so steht es gleich auf der Startseite des MCCs. Besucher können so auf einen Blick sehen, mit wem sie es hier zu tun haben.
Von dort gibt es eine Vielzahl Wege weiterzugehen. Diese sind bunt über die Seite verstreut, was auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirkt. Ansonsten wirkt die Seite sehr professionell, ohne überflüssige Spielereien und mit allem, was man von umfangreicheren Seiten erwartet, wie z.B. einer Suchfunktion mit Sitemap, auf der man sich einen guten Überblick über das gesamte Webangebot verschaffen kann.
In der Mitte der Startseite befinden sich die "Focus points", die ganz aktuellen Schwerpunkte in der Arbeit des MCC. Neben Berichten über aktuelle Hilfsaktionen finden sich hier Informationen zum Ausdrucken für den eigenen Gemeindebrief und Aufrufe für Spendenaktionen. Im unteren Teil finden sich Links zu einem Bilderarchiv, Anti-Rassismusprogramm, Flüchtlings-hilfe, Online-Spenden und Informationen für die Jugend. Einige dieser Links hier finden sich nicht so einfach von anderen Seiten des Angebots aus. Hat man die Startseite nicht gründlich gelesen bevor man weiterklickt, verpasst man hier leicht etwas.

Die amerikanische Word-Version kennt Mennoniten

Der obere Bereich der Seite ist dagegen stationär. Dort befinden sich neben dem MCC-Logo Links zu der bereits erwähnten Suchfunktion mit Übersichtsseite über das Webangebot, Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und eine Aufzählung von MCC-Büros zur Kontaktaufnahme. Außerdem gibt es fünf Kategorien, in die sich das weitere Informationsangebot gliedert: Informationen über das MCC, Neuigkeiten, Material und Veröffentlichungen, ein Diskussionsfo-rum und die Auflistung von Orten, in denen das MCC sich engagiert. Bei den Informationen über das MCC findet man einiges über die Geschichte sowie Zahlen und Fakten über die Arbeit. Informationen wer denn diese Mennoniten sind, habe ich aber vergeblich gesucht. Wahrscheinlich sieht man hier, dass es sich um eine amerikanische Seite handeln und Mennoniten dort einfach viel bekannter als in Deutschland sind. Das erkennt man ja auch daran, dass die amerikanische Fassung der Rechtschreibprüfung von MS Word im Gegensatz zur deutschen die Mennoniten "kennt".
Die Neuigkeiten umfassen die bereits erwähnten Focuspoints und weitere Artikel. Außerdem finden sich hier Links zu weiteren Informationsquellen außerhalb der MCC Seiten. Einen E-Mail-Newsletter gibt es nicht, dafür kann man kostenlos das MCC-Magazine "A common place" (Ein gemeinsamer Ort) abonieren. Diese Zeitschrift und viele weitere Veröffentlichungen und Materialien findet man in der Publikationen-Kategorie.

Lebhafte Diskussionen nach dem 11.9. online

Erwähnenswert ist noch das Diskussionsforum. Es ist in verschiedene Themengebiete gegliedert. Bis jetzt scheint allerdings nur im allgemeinen Teil, bei Frieden und Gerechtigkeit und dem Intermenno-Programm, regerer Verkehr zu sein. Dort kann man eine lebhafte Diskussion über die US-Amerikanische Reaktion auf den 11. September, modernen Pazifismus und die amerikanische Selbstwahrnehmung lesen.
Die Foren sind alle moderiert, d.h. jeder veröffentlichte Beitrag wird zunächst vom Moderator gelesen bevor er auf der Webseite erscheint. Außerdem muss man zum Veröffentlichen eines Beitrags im System angemeldet sein. Wer nur lesen möchte, braucht dies nicht. Auf der Übersichtsseite kann man gleich sehen, wer in den einzelnen Foren als letztes etwas veröffentlicht hat und ob es neue Beiträge gibt, seit man das letzte Mal dort war, was das regelmäßige Lesen sicherlich sehr vereinfacht.
Stets nur wenige Mausklicks entfernt ist die Möglichkeit, die Arbeit des MCC zu unterstützen. Sei es finanziell durch Spenden, dass sogar online über Kreditkarte möglich ist, oder durch persönlichen Einsatz in einem der viele Programme und Hilfsaktionen, die von Dritte Welt Läden über Austauschpro-gramme (z.B. das beliebte IVEP (Ex-”Trainee”) Programm) bis hin zu Entwicklungsarbeitseinsätze gehen. Die Programme sind aber so kurz beschrieben, dass ich mir unter einigen nicht richtig etwas vorstellen kann.
Insgesamt machen die Seiten einen sehr guten, aktuellen Eindruck und ermuntern, dass umfangreiche Angebot weiter zu erkunden.

Andreas Tyart

Eine eigene Meinung kann man sich online unter http://www.mcc.org bilden.

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Recherche-Material 4: Bzgl Friedens-Agentur und Grünen

Beitrag#5von oeff oeff » 22. Mai 2017 07:21

Recherche-Material 4: Bzgl. Friedens-Agentur und Grünen




37. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
7. - 9. Februar 2014, Dresden, Messegelände
W-EP-09
Zivilmacht Europa stärken – Die EU als gute Nachbarin gestalten
Liebe Freundinnen und Freunde,
im nächsten Europäischen Parlament möchte ich mich gerne
mit Eurer Unterstützung um die Gemeinsame Außen- und
Sicherheitspolitik und die Europäische Nachbarschafts- und
Erweiterungspolitik kümmern. Um beides ist es nicht gut
bestellt. Trotz der guten Arbeit unserer jetzigen EP-Fraktion in
diesem Bereich liegen große Aufgaben vor uns.
Europa rüstet ab
Es ist ein Jammerspiel, dass sich die EU und ihre
Mitgliedsstaaten nicht an der Vernichtung der syrischen
Chemiewaffen beteiligen. Es ist skandalös, dass Waffen aus
europäischer, vor allem auch deutscher Produktion auf allen
Kriegs- und Konfliktschauplätzen der Welt Unheil anrichten. Das
müssen wir ändern! Man muss kein*e Radikalpazifist*in sein,
um für eine Welt mit weniger - und hoffentlich eines Tages
ohne - Waffen zu streiten. Im Unterausschuss für Verteidigung
des EP möchte ich mich gerne dafür einsetzen, dass die EU
nicht nur diplomatische Initiativen zur Abrüstung unternimmt,
sondern auch technische und logistische Kapazitäten zur
konkreten Vernichtung von Massenvernichtungswaffen
bereitstellt und selbst mit gutem Beispiel voran geht. Die Arbeit
der Europäischen Rüstungsagentur müssen wir kritisch
begleiten. Die Idee, durch Koordinierung von Rüstungs-
maßnahmen Synergien zu nutzen und zu weniger Rüstung zu
gelangen, ist richtig. Wir müssen gemeinsam mit einer
kritischen Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft dafür sorgen, dass
dies auch geschieht. Dazu müssen wir vor allem auch einen
kritischen Blick auf die Waffenlobby und die Rüstungsindustrie
werfen und Transparenz in dieses Dunkel bringen.
Menschen und Menschenrechte schützen
Keine andere Partei in Deutschland hat immer wieder so
intensiv und kontrovers über ihr Verhältnis zum Militär und zum
Einsatz von Gewalt als ultima ratio diskutiert und gestritten wie
wir. Darauf können wir stolz sein! Mit dem grundlegenden
Beschluss der BDK in Hannover dazu haben wir eine
ausgezeichnete programmatische Basis gelegt. Ich würde mich
gerne im EP dafür stark machen, die laufenden und zukünftigen
militärischen Missionen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten vor
Kriterienkatalog zu überprüfen und zu bewerten. In Mail, Tschad
und der Zentralafrikanischen Republik wird europäisches Militär,
auch zur Unterstützung der Afrikanischen Union, zur
Stabilisierung benötigt. Es ist auch unserer Aufgabe von Europa
aus darauf zu achten, dass auf diesem Wege keine
neokoloniale Interessenpolitik ehemaliger Kolonialmächte
betrieben wird, sondern dass solche Einsätze mit Mandat der
VN und ihren Schutzauftrag erfüllen.
Peter Alberts, 42 Jahre alt, lebt in
Patchworkfamilie in Münster.
3⁄4 Studium der Osteuropäischen
Geschichte, Slawistik und
Politikwissenschaften.
3⁄4 Mitbegründer des Vereins
Ostblick. Initiative
Osteuropastudierender
Detuschlands e.V.
3⁄4 Bündnisgrüner seit 1998,
Individual Supporter der
European Green Party
3⁄4 Sprecher des KV Münster.
3⁄4 Vielfältig engagiert in LAG
Europa/Frieden/Internat. NRW
und den BAGen Frieden,
Europa und Nord-Süd.
3⁄4 Delegierter für die BAG Frieden
und für den Länderrat.
3⁄4 Kandidat zur Europawahl 2009
(Listenplatz 18).
3⁄4 Seit 2009 Leiter des
Europabüros NRW von Sven
Giegold MdEP.
www.peter-alberts.eu
info@peter-alberts.eu
twitter: peteralberts
Tel.: +49 (0)163 / 444 38 3937. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
7. - 9. Februar 2014, Dresden, Messegelände
W-EP-09
Die EU zur Zivilmacht auszubauen heißt für uns auch, eine Europäische Friedensagentur zu
schaffen, die die verschiedenen Kompetenzen der Mitgliedsstaaten koordiniert und ausbaut. Die EU
soll und kann global Verantwortung übernehmen und in Krisenregionen durch frühzeitige
diplomatische Initiativen, ggf. Sanktionen, Embargomaßnahmen, Kontosperrungen und andere nicht-
militärischen Druck auf autoritäre oder diktatorische Regime ausüben. Dazu brauchen wir aber
dringend eine Stärkung der Gemeinsamen Europäischen Außenpolitik und einen Ausbau des
Europäischen diplomatischen Dienstes bei gleichzeitiger Aufgabe von nationalen Alleingängen. Viel
zu oft hat Europa zu keiner gemeinsamen außen- und sicherheitspolitischen Linie finden können. Die
Libyer*innen zahlen das teuer und blutig – es darf nicht noch einmal geschehen, zuerst in
Überdehnung eines VN-Mandates gewaltsam Regime change herbeizubomben und dann keine
Aufbau- und Stabilisierungsstrategie für das Land zu haben und die Menschen dort allein zu lassen!
Gute Nachbarn haben offene Türen
So bitter und dramatisch die Situation in der Ukraine zur Zeit auch ist: dass Menschen zu
hunderttausenden auf die Straße gehen und für eine EU-Perspektive für ihr Land demonstrieren,
lässt hoffen. Durch Putins offene Erpressung ist die Östliche Partnerschaft der EU schwer
geschädigt. Das können wir nicht einfach achselzuckend akzeptieren. So sehr ein gutes,
nachbarschaftliches Verhältnis zu Russland im europäischen Interesse liegt, so klar muss sein, dass
Moskaus aggressiver Kurs zur Verteidigung seiner Einflusssphäre im „nahen Ausland“ (also den Ex-
Sowjetrepubliken) nicht ohne Konsequenzen hingenommen werden kann. Aber vor allem müssen wir
weiter und vor allem intensiver und effektiver die Zivilgesellschaft in Russland, in der Ukraine,
Moldova, Belarus und den Kaukasus-Republiken stärken. Dazu gehört – endlich! – visafreier
Reiseverkehr. Die EU hat einiges an soft power in den Bereichen Bildung, Kultur, Presse und
Zivilgesellschaft anzubieten, das auch zur Zeit schon in Richtung Osten ausstrahlt. Durch das
bürokratische und ausschließende Visaregime vergeben wir uns einen großen Teil gerade dieser so
wichtigen Einflussmöglichkeiten.
Und natürlich müssen wir die Grenzen für Flüchtlinge öffnen. Die lächerlich geringe Zahl von
Flüchtlingsaufnahmen aus Syrien ist beschämend.
Europäische Einigung fortsetzen
Die letzten drei Erweiterungen der EU um Rumänien, Bulgarien und Kroatien haben deutlich gezeigt,
dass der Erweiterungsprozess schwieriger geworden ist. Natürlich steckt die EU in einer schweren
Krise, und die Frage weiterer Erweiterungen steht sicher nicht ganz oben auf der Agenda. Trotzdem
laufen die Verhandlungsprozesse weiter, und das ist auch richtig so. Der Westliche Balkan gehört
selbstverständlich auch zu Europa, und den Staaten dort muss weiter die Tür offen gehalten werden.
Der Türkei als Reaktion auf die gewaltsame Niederschlagung der Gezi-Proteste die Tür vor der Nase
zuzuschlagen wäre fatal und würde Erdoğans Kurs der neo-osmanischen Orientierung nur
bestärken. Deswegen müssen im Beitrittsverfahren jetzt direkt die menschen- und
bürger*innenrechtlichen Themen, Pressefreiheit und Justiz mit höchster Priorität und deutlichem
Nachdruck mit der türkischen Regierung besprochen werden.
Mit der Europawahl Jahr werden wir 10 Jahre EU-Osterweiterung feiern können. Für uns als
überzeugte Europäer*innen ist es schmerzhaft, dass die damalige EUphorie fast ins Gegenteil
umgeschlagen ist und nun von Europa fast ausschließlich im Zusammenhang mit „Krise“ gesprochen
wird. Dem müssen wir unser Ziel von einem offenen, demokratischen, friedlichen, bunten und
vielfältigen Europa entgegenhalten. Es ist unser Europa, wir dürfen es uns nicht kaputt machen
lassen. Dabei möchte ich mit Eurer Unterstützung gerne mithelfen.
Ich danke meinem Kreisverband, der LAG Europa/Frieden/Internationales NRW und dem
Landesverband NRW (2. offenes Votum) für ihre Unterstützung durch ein Votum. Auf Eure Fragen,
Kritik, Anregungen und sonstige Kommentare freue ich mich.
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